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Reisebus wird Weiterfahrt wegen Bremsdefekt untersagt - Polizei kontrollierte zahlreiche Fern- und Reisebusse sowie Lkw - zahlreiche Beanstandungen
Wir haben Autobahnpolizist Toni Schidlowski einen Tag lang bei seiner Arbeit für die Sonderkontrollgruppe der Brandenburger Polizei über die Schulter geschaut - diverse O-Töne mit Fahrern, Reisenden und Polizisten
26.05.16, 0:00 Uhr
Datum: Donnerstag, 26. Mai 2016
Ort: A24, Raststätte Linumer Bruch, Fehrbellin, Landkreis Ostprignitz-Ruppin, Brandenburg
(sg) Die Reise an die Ostsee fand für die Passagiere eines Reisebusses ein jähes Ende auf der Raststätte an der A24. Im Rahmen einer Großkontrolle untersagte die Polizei dem Busfahrer aufgrund einer defekten Bremsanlage die Weiterfahrt und ordnete einen mehrstündigen Werkstattaufenthalt an. Die ratlosen Passagiere blieben zunächst auf der Raststätte zurück.
„Schlimmstenfalls kann passieren, dass die Bremsanlage für drei Bremsungen ausreicht, aber eine vierte Bremsung nicht mehr zum Ziel führt und das Fahrzeug ungebremst ins Stauende fährt oder auch aus einer Kurve fliegt“, schildert Toni Schidlowski von der Autobahnpolizei das Problem.
Locker schlendert Toni durch den Reisebus, doch sein wachsames Auge achtet dabei auf jedes Detail: Sind die Notausgänge gekennzeichnet und wo sind die Nothammer angebracht? Sind alle Passagiere angeschnallt? Dem erfahrenen Autobahnpolizisten von der Sonderüberwachungsgruppe der Polizei Brandenburg entgeht nichts. Und bei Sicherheitsverstößen versteht der sonst kumpelhaft erscheinende Beamte keinen Spaß. „Für uns ist das ein Erfolg. Nicht, dass es eine statistische Erfassung ist, sondern, dass wir hier eine eventuelle Zeitbombe aus dem Verkehr gezogen haben und - wenn man ganz weit voraus denkt – vielleicht auch ein paar Leben gerettet haben“, begründet Toni die Motivation von ihm und seinen Kollegen.
Und der rote Reisebus mit Ziel Ostsee war nur einer der insgesamt 25 beanstandeten Fahrzeuge, die die die Brandenburger Kontrolleure am Montag bei insgesamt 59 untersuchten Fahrzeugen bemängelten. Die Maßnahme richtete sich in erster Linie an Fern- und Reisebusse. Nach zahlreichen schweren Unfällen mit Lastwagen an Stauenden und diversen Berichten über Verstöße bei den immer beliebter werdenden Fernbussen wollte die Polizei mit der Aktion ein Zeichen setzen. Und das Ergebnis war nicht nur negativ. Insbesondere bei den Fernbussen scheinen die Unternehmen aus der negativen Berichten der Vergangenheit gelernt zu haben. Die überwiegende Zahl der Fernbusse war beanstandungsfrei und in gutem technischen Zustand. Anders sah es da mit einigen Lastwagen aus, die den Beamten im Rahmen der Kontrollaktion auffielen, weil diese meist einen viel zu geringen Abstand zu ihren Vordermännern hielten. Auch einige der Busfahrer hielten sich nicht immer an die Verkehrsordnung. So fiel ein dänischerer Reisebus durch ein waghalsiges Überholmanöver auf, durch das die nachfolgenden Fahrzeuge zu massiven Bremsmanövern genötigt wurden.
Die Buspassagierte beurteilten die Kotrollen überwiegend positiv. Zwar waren die Reisenden über die unfreiwillige Zwangspause etwas genervt, freuten sich aber, dass das Busreisen durch derartige Kontrollen hoffentlich in Zukunft noch sicherer werden wird.
Selbst die ertappten Fahrer nahmen es größtenteils gelassen, wenn Schidlowski und seine Kollegen wieder mal einen Strafzettel ausfüllten: „Es ist normalerweise kein Problem. Wir werden oft angehalten“, erklärt Brummi-Fahrer Torsten Jahnke. Über den gerade erhaltenen Punkt in Flensburg wegen zu geringen Abstand war er aber nicht ganz so erfreut, sah seinen Fehler aber ein.
Die NonstopNews-Bilder (Tag) und die O-Töne:
Teil 1: Buskontrolle und Auswahl von Fahrzeugen auf Autobahn
- Beamte kontrollieren Reisebus
- Polizist begutachtet Innenraum, Fahrwerk und Motor
- Fahrgäste warten auf Weiterfahrt
- Streifenwagen beobachtet vorbeifließenden Verkehr an Autobahn
- Streifenwagen verfolgt Bus und lost diesen zur Kontrollstelle
- Postbus wird kontrolliert
- Totale Kontrollstelle und Rastplatz
- Streifenwagen fährt wieder auf die Autobahn
- Nächster Fernreisebus wird gestoppt und kontrolliert
- O-Ton mit Uwe Heber, Busfahrer: „grundsätzlich ist es nicht das verkehrteste wenn man da zwischendurch mal kontrolliert, aber manchmal ist es nervig. Muss ich auch ganz eindeutig sagen. Meine Fahrer werden vielleicht zwei, drei Mal im Jahr kontrolliert. Ich achte auch darauf, dass so was nicht passiert. Generell mit den Bussen ist das immer so ´ne schwierige Sache, weil ich fahr keine Kartoffeln oder keine Steine oder sonst was. Wenn ich das sehe, wie manche Fahrzeuge unterwegs sind. Auch diese Abstandsgeschichte wo diese schweren Unfälle passiert sind. Da muss man viel härter durchgreifen. Also wenn ich das sehe, ich bin auch oft auf der Straße was da für ein Schindluder getrieben wird. Das ist nicht normal. Und das ist zwangsläufig. Ich bin konzentriert und ich habe kein ungutes Gefühl. Dann müsste ich was Anderes machen.
- O-Ton mit Jürgen Collin, Autobahnpolizei Walsleben, Sonderüberwachungsgruppe Polizeidirektion Nord: „meine Aufgabe ist jetzt erstmal auf die Busse zu achten, welche Busse für uns interessant sind. Und sollte jetzt ein Bus kommen, bei dem wir der Meinung sind, dass wir ihn kontrollieren sollten, dann werden wir hinterherfahren, uns diesen Bus hinten anhängen bis zur Kontrollstelle bringen und dort können die Kollegen an der Kontrollstelle den Bus kontrollieren. Jetzt haben wir noch einen Postbus. Dem werden wir jetzt hinterherfahren und uns dann davorsetzen und ihn dann kontrollieren. Ja, diesen Bus werden wir mitnehmen zur Kontrolle. Ich werde ihn nochmal über die Außenlautsprecher ansprechen, dass er das auch hört. Jetzt werden wir dem noch ein Zeichen geben. Die Möglichkeit, warum er langsamer wird, ist jetzt halt, dass er irgendwelche Unterlagen, die wir nicht sehen sollen, jetzt verstecken will oder irgendwas, was manipuliert wurde, jetzt noch in Ordnung bringen muss. Eine Kaffeemaschine, ein Laptop zum Beispiel, alles was so im Sichtfeld des Fahrers steht, was halt auch eine Ordnungswidrigkeit darstellen würde.“
Teil 2: Weitere Buskontrollen und Lkw werden wegen Verstößen gestoppt
- Reisebus aus Dänemark wird kontrolliert
- Fahrer wird in Streifenwagen verwarnt
- Polizist schreibt Protokoll
- ziviler Videowagen der Polizei
- Beamte schreiben Protokoll an Notebook
- Videowagen auf Autobahn unterwegs
- Überwachungsvideo wird ausgewertet (abgefilmt von Bildschirm)
- Lastwagen werden wegen Verstößen gestoppt und kontrolliert
- Videowagen stoppt Lkws und lost diese zur Kontrollstelle
- O-Ton mit Toni Schidlowski, Autobahnpolizei Walsleben Sonderüberwachungsgruppe Polizeidirektion Nord: „In dem Fall haben wir durch den Videowagen beobachtet, dass der Fahrer überholt hat ohne den nachfolgenden Verkehr zu beachten und deswegen mussten zwei Pkw bremsen und das haben wir per Videowagen festgehalten und jetzt versuchen wir uns mit dem Fahrer zu verständigen. Der Videowagen ist jetzt schon wieder unterwegs. Wir haben das Material gesichert und das wird hier zur Beweisaufnahme verwendet und von uns dann auch weiter dokumentiert. Der Bus war unterwegs auf der rechten Fahrspur Richtung Hamburg und wollte einen Sattelzug überholen, hat geblinkt, ist auf die Überholspur gefahren und hat dabei nicht den rückwärtigen Verkehr beachtet. Also hat zwei PKW, die beim Überholen schon waren, die mussten bremsen, damit sie mit ihm nicht kollidieren.“
- O-Ton mit Femke Semmler (links) & Luisa Koch, Busreisende: „nervig, weil man solange hier warten muss und nichts machen darf. Ja erstmal aufregend irgendwie. Aber es ist okay. Wir wurden jetzt auch nicht kontrolliert oder so. Die haben zwar gesagt man soll sich anschnallen und die Sachen hoch packen oder so falls man nochmal kontrolliert wird, aber es jetzt eher die viertel Stunde die verloren geht. Für uns ist das jetzt nicht so schlimm, weil wir keinen wirklichen Zug kriegen müssen oder noch einen nächsten Bus, aber für die die noch einen Anschluss brauchen ist es glaub ich echt doof. Also es ist besser ohne rausziehen. Also ist jetzt auch das erste Mal, dass ich rausgezogen worden bin. Auf der einen Seite ist es gut, den Fahrer so zu überprüfen, dass der nicht zu viel fährt. Das finde ich schon okay. Also ich habe jetzt auch kein schlechtes Gefühl, wenn ich mit dem Bus fahre. Also ich habe jetzt auch keine Angst, wenn ich mit dem Bus oder dem Zug fahre. Ist mir eigentlich egal.“
- O-Ton mit Torsten Jahnke, LKW-Fahrer: „ist normalerweise kein Problem. Wir werden oft angehalten. Und jetzt ist es zwar scheiße, weil ich einen Punkt kriege aber muss ich mit Leben. Ich habe gedacht er wäre weiter weg gewesen. Man kann es zwar durch die Begrenzungspfeiler sehen, aber erst war er schneller als ich, dann wurde er langsamer. Ja und dann bin ich rangefahren. Ja wegen Terminfrachten. Da entsteht der Druck denn. Da schnell hin, da schnell hin. Ich habe einen Abstandswarner da drinnen. Bloß wenn vor mir ein PKW reinzieht oder so, denn geht der voll in die Knie. Deswegen habe ich den auch ausgeschaltet. Ansonsten mit LKW zu LKW funktioniert das eigentlich, aber ich habe ihn ausgeschaltet, aber passiert. Wenn der hinter mir nicht aufpasst dann hängt der hinten drin. Habe ich alles schon gehabt. Der geht voll in die Knie dann der LKW. Deswegen habe ich ihn rausgenommen“
Teil 3: Mangelhafter Reisebus wird kontrolliert und Weiterfahrt untersagt
- Reisebus und Fernbus werden kontrolliert
- Lkw-Fahrer wird verwarnt
- Fahrerkarte wird ausgelesen
- Polizisten begutachten defekte Bremsanlage bei Reisebus
- O-Ton mit Tino Liese, LKW-Fahrer: „Ertappt! Wie gesagt. Fehler – kann passieren. Soll nicht passieren, kann passieren. Ich bin zu dicht raufgefahren. Ist nun mal so. Naja was soll ich dazu sagen? Es gibt Leute, die übertreiben und es gibt Leute, die vernünftig fahren. Wenn du einen vor dir hast, der so übertreibt wie er, voll ran kriechen bei dem anderen, voll ran kriechen bei dem Vordermann und dann wieder bremsen. Dann läufst du ja automatisch mit auf. Was willst du machen? Dann biste mit drin, dann steckst du, aber wie gesagt. Was kannst du machen? Mit den ganzen Unfällen ich meine klar, könnte man noch mehr kontrollieren. Weil die Fahrer meist alle übermüdet sind, keine Ahnung. Ja, was soll ich sagen? Wir haben alle auch Familie. Da bist du froh, wenn du heile nach Hause kommst und emotional, muss ich sagen, ist es schon scheiße. Da fühlt man absolut scheiße als Kraftfahrer. Weil wir stehen jetzt wieder im dunklen Licht drin, weil es immer heißt nur wir, wir, wir. Aber im Endeffekt, nobody is perfect. Ich habe auch einen Kollegen verloren, auch tödlich und das ist schon heftig. Ich fahre ja jetzt schon ziemlich lange und wir haben uns zehn Jahre gekannt. Er war zwei Jahre jünger wie ich. Er war ein litauischer Fahrer, hat die Kontrolle verloren übers Fahrzeug und ist direkt tot gewesen. Hat den noch runtergelenkt von der Autobahn. Ja gut, wie gesagt. Da möchte ich auch nicht weiter drauf eingehen. Das ist schon schwer genug gewesen. Aber das hier, wie gesagt. Alles okay. Sollte nicht passiert, ist passiert.“
- O-Ton mit Matthias Richert, Busfahrer: „ja, es ist im Endeffekt schon ein komisches Gefühl, wenn man so einen Streifenwagen am Straßenrand sieht, der dann losrollt. So ging es mir eben auch, da dachte ich gut, jetzt bist du fällig. Auf der anderen Seite lässt man alles so sekundenweise Revue passieren. Es ist alles okay, die Papiere sind alle da, Karte ist okay, Uhrzeiten sind eingehalten worden, der Bus ist technisch okay also kann dir im Endeffekt nichts passieren. Wir hatten eh vor, hier zu halten, deswegen ist es für uns auch kein Zeitverlust in dem Sinne. Ich finde es ist eine gute Sache. Es muss kontrolliert werden. Ich finde, so was könnte teilweise mehr kontrolliert werden. Es wird zum Teil noch zu viel Schindluder betrieben, es gibt noch zu viele schwarze Schafe und ich habe da überhaupt gar kein Problem mit. Jetzt von mir aus gehend, ich kann jetzt nicht für alle Busfahrer sprechen, habe ich festgestellt, die Zunahme im Schwerlastverkehr ist enorm. Das Problem für uns als Bus ist, dass der LKW fast genauso schnell wie der Bus mittlerweile ist, obwohl er ja eigentlich viel langsamer sein müsste. Bei uns ist technisch bei hundert km/h leider abgeriegelt. Bei dem LKW ist das leider nicht so. Deswegen haben wir auch schwere Probleme zu überholen und werden teilweise auch von LKWs überholt, was eigentlich gar nicht möglich ist. Und wir kriegen auch viel mit, da wir die gleiche Sichthöhe wie die haben, kriegen wir so mit, was in den Fahrerkabinen so abgeht. Da ist Handy-Gespiele, Laptop- Gespiele, Unachtsamkeit, schwanken. Vorhin hatten wir das erst wieder. Schwankender LKW, da war der Hänger schon fast auf meiner Seite. Es ist dramatisch und ich denke aber auch, dass die Fahrer da sehr unter Druck stehen. Das ist in der Branche sicherlich viel extremer als es bei uns Busfahrerin ist. Wir sind ein Unternehmen aus Gotha, Thüringen. Ich habe in Halle geladen und wir fahren jetzt nach Warnemünde. Drei Tage, Mittwoch geht es wieder zurück. Nicht ganz so gut meinen Fahrgästen gegenüber, da ich natürlich auch ein zeitliches Verlangen habe. Wir haben um 15 Uhr in Warnemünde einen großen Empfang, wo einige extra für anreisen. Den Termin können sie jetzt im Endeffekt jetzt abhaken. Und es ist irgendwo schon nicht so ein schönes Gefühl, muss ich ehrlich sagen. Und ich meine, ich muss auch ehrlich sagen, ich bin den Bus die ganze letzte Woche gefahren ich bin ihn am Samstag gefahren, da waren wir an der polnischen Ostsee. Wenn da wirklich jetzt technisch irgendwas gewesen wäre, hätte ich das schon lange gemerkt. Ich fahre ja nun nicht den ersten Tag. Auf der einen Seite finde ich das okay auf der anderen Seite, drei Stunden, dass auch den Fahrgästen zuzumuten. Wenn es jetzt irgendwas Gravierendes wäre, wenn jetzt irgendwas fest gewesen oder so, dann könnte ich es noch nachvollziehen. Man hätte auch so einen Mängelgutschein machen können, wie im PKW-Bereich machen können, sagen können: Hier kontrolliert das in ner Werkstatt, innerhalb einer Woche, stellt den Bus wieder vor. Dann wäre es im Endeffekt auch gut gewesen. Ja gut, müssen wir jetzt durch nützt nichts, gute Miene zum bösen Spiel.“
- O-Ton mit Beatrix Lindeblatt, Busreisende: „ja, ich hab die Erfahrung auch gemacht. Ich glaub, ich habe es auch ein bisschen gehört wie unser Fahrer das erzählt hat. Es ist schon dramatisch was auf deutschen Straßen unterwegs ist an Gefahren. Ich fahre jeden Tag mindestens hundert Kilometer. Vorwiegend auch Autobahnen. Da wird dir himmelangst. Du vermeidest das auch, dran vorbei zu fahren. Ich finde das super, weiter so.“
- O-Ton mit Toni Schildlowski, Autobahnpolizei Walsleben Sonderüberwachungsgruppe Polizeidirektion Nord: „ja, wir haben hier einen Reisebus, der ist unterwegs von Dresden Richtung Norden. Wir haben einen Defekt an der Bremsanlage festgestellt und den werden wir jetzt technisch untersuchen lassen. Ihr hört im Hintergrund so ein zischendes Geräusch, das ist ein Druckregler von der Bremsanlage. Hört sich in der Regel immer ein bisschen anders an als diese permanenten Geräusche. Wir haben Flüssigkeiten am Bremssystem, die austreten und das ist ein technischer Mangel dem wir erstmal auf den Grund gehen werden. Wir werden jetzt zu Gutachter fahren in der Werkstatt und uns die Sache zusammen anschauen. Die dürfen mit dem Bus jetzt nicht weiter mit, bis wir die Sache geklärt haben. Wir gehen mal grob von drei Stunden aus. Wenn wir gut sind, sind wir dann durch. Wir fahren jetzt erstmal zur nächstgelegenen Werkstätte. Dort wurde ein Gutachter schon hinbestellt. Wenn die Fahrgäste oder der Fahrer mit den Fahrgästen alles soweit geklärt haben setzten wir uns in unterwegs. Dann wird das Fahrzeug in der Werkstatt in eine Grube gefahren und werden wir einmal die komplette Bremsanlage durchtesten. Sollten die Mängel, die wir hier festgestellt haben, nicht bestätigt werden, dann kann die Weiterfahrt erstmal gestattet werden. Ansonsten wenn sie bestätigt werden durch einen Sachverständiger, dann werden wir die Weiterfahrt untersagen müssen und der Bus bleibt solange stehen, bis der Mangel behoben ist.“
Teil 4: weiterer O-Ton zum defekten Reisebus
- Beamte besprechen sich vor Streifenwagen
- Streifenwagen begleitet defekten Bus zur Werkstatt
- O-Ton mit Toni Schidlowski, Autobahnpolizei Walsleben Sonderüberwachungsgruppe Polizeidirektion Nord: „also, wir haben das Problem mit der Bremsanlage. Die muss für eine gewisse Anzahl von Bremsungen ausreichen. Reicht es nicht aus, haben wir das Problem, dass eventuell die Bremsung für das Stauende nicht mehr reicht und der Bus ungebremst dort reinfährt. Im Rahmen der Busunglücke, wo Bremsanlagen versagt haben, ist das hier die absolute Vorlage dafür. Der Fehler ist hier, dass ständig Druckluft aus dem System abweicht und der Kompressor ständig arbeiten muss. Darauf ist er nicht ausgelegt. Dieser Dauerbetrieb führt zu technischen Mängeln, die zur Beeinflussung der Bremsanlage bis zum Komplettausfall führen. Schlimmstenfalls kann passieren, dass die Bremsanlage für drei Bremsungen ausreicht, aber eine vierte Bremsung nicht mehr zum Ziel führt und das Fahrzeug ungebremst ins Stauende in eine Kurve gerät oder auch aus einer Kurve fliegt. Für uns ist das ein Erfolg. Nicht, dass es eine statistische Erfassung ist, sondern, dass wir hier eine eventuelle Zeitbombe aus dem Verkehr gezogen haben, und wer ganz weit voraus denkt, auch ein paar Leben gerettet haben.“
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Audi Q5 rammt Roller auf B458 – Opfer (62) stürzt nach Kollision schwer – Reanimation vor Ort erfolglos – Rollerfahrer stirbt noch an der Unfallstelle – Fahrzeuge sichergestellt – Gutachter zur Rekonstruktion angefordert
Bundesstraße blieb für Stunden voll gesperrt
23.01.26, 00:21 Uhr
Datum: Donnerstag, 22. Januar 2026, 21:00 Uhr
Ort: Petersberg-Böckels, Landkreis Fulda, Hessen
(jb) Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Bundesstraße 458 bei Petersberg-Böckels ist am Donnerstagabend ein 62-jähriger Mann ums Leben gekommen. Gegen 20:55 Uhr touchierte ein 24-jähriger Autofahrer mit seinem Audi Q5 den vorausfahrenden Motorroller. Der 62-Jährige kam zu Fall und erlag noch an der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen, trotz eingeleiteter Reanimation. Der Pkw-Fahrer wurde leicht verletzt. Die Staatsanwaltschaft hat einen Gutachter zur Unfallanalyse beauftragt und beide Fahrzeuge sichergestellt. Die B 458 blieb für die Unfallaufnahme bis in die Nacht voll gesperrt. Der Sachschaden wird auf 10.000 Euro geschätzt.
Brand zerstört 88 Jahre alten Motorrad-Szenetreff - Feuer bricht am Abend in Hotel-Räumlichkeiten aus - Mehrere brennende Zimmer setzen schnell Dachstuhl in Vollbrand (Flammen on tape) - 180 Einsatzkräfte versuchen Brand unter Kontrolle zu bringen -...
Keine Hotelgäste oder Personal zum Brandzeitpunkt im Gebäude - Ermittlungen zur Brandursache laufen
22.01.26, 23:50 Uhr
Datum: Donnerstag, 22. Januar 2026, 21:30 Uhr
Ort: Apen, Landkreis Ammerland, Niedersachsen
(jb) Ein verheerendes Feuer hat am Donnerstagabend einen überregional bekannten Szenetreffpunkt der Motorrad-Community im niedersächsischen Apen zerstört. Große Teile vom Dachstuhl des 88 Jahre alten Bikerhotels "Zur Schanze" standen beim Eintreffen der Feuerwehr bereits in vollen Flammen. Personen kamen nach ersten Erkenntnissen nicht zu Schaden. Das Feuer breitete sich schnell über das gesamte Gebäude aus, das insgesamt 21 Gästezimmer umfasst. Insgesamt waren rund 180 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei vor Ort. Trotz des massiven Löschangriffs konnte nicht verhindert werden, dass das Gebäude weitgehend ausbrannte. Da sich zum Zeitpunkt des Brandausbruchs weder Hotelgäste noch Personal im Objekt befanden, mussten keine Evakuierungsmaßnahmen eingeleitet werden. Die Löscharbeiten gestalteten sich aufgrund der herrschenden Wetterbedingungen als schwierig. Bei Temperaturen von minus 4 Grad Celsius gefror das austretende Löschwasser unmittelbar auf den umliegenden Straßen und Gehwegen. Der Winterdienst wurde angefordert und befreite die Einsatzstelle sowie die Zufahrtswege durch massiven Salzeinsatz von der entstandenen Glätte. Das betroffene Hotel galt seit Jahrzehnten als Institution in der Motorradszene. Zur Ursache des Brandes sowie zur genauen Schadenshöhe liegen derzeit noch keine Informationen vor.
UEFA Europa-League-Spiel SC Freiburg gegen Maccabi Tel Aviv löst höchste Sicherheitsstufe aus - über Tausend schwerbewaffnete Polizisten sichern die Stadt im Schwarzwald - Hubschrauber in der Luft, Beamte mit Maschinengewehren im Anschlag - akribische...
Parallel stattfindende Pro-Palästina-Demonstrationen sorgen für zusätzlichen polizeilichen Aufwand
22.01.26, 20:04 Uhr
Datum: Donnerstag, 22. Januar 2026, 20:00 Uhr
Ort: Freiburg im Breisgau, Baden-Württemberg
(ch) Freiburg im Ausnahmezustand: Das Fußballspiel in der UEFA Europa League des SC Freiburg gegen Tel-Aviv löste die höchste Sicherheitsstufe aus. Parallel gab es angekündigte Pro-Palästina-Demonstrationen in der Stadt. Es ist der größte Polizei-Einsatz seit dem Papst-Besuch in Freiburg.
Rund 650 Demonstranten haben an einer Pro-Palästina-Demonstration in Freiburg teilgenommen. Der Demonstrationszug führte durch die Innenstadt und verlief nach Angaben der Polizei insgesamt ruhig und ohne größere Zwischenfälle.
Abseits der Demonstration kam es lediglich zu vereinzelten kleineren Pöbeleien zwischen Ordnern und Fans des SC Freiburg. Hintergrund waren großräumige Straßensperrungen sowie starke Polizeikontrollen im Zusammenhang mit dem parallel stattfindenden Fußballspiel des FC Freiburg in der UEFA Europa League.
Besonders im Fokus standen die israelischen Gäste von Maccabi Tel Aviv. Rund 100 Personen aus Israel hielten sich in Freiburg auf. Sie wurden überwiegend mit Shuttle-Bussen von Hotels und vom Bahnhof zum Europa-Park-Stadion gebracht – unter Polizeieskorte.
Am Eingang des Europa-Park-Stadions galten extrem hohe Sicherheitsvorkehrungen. Besucher wurden vollständig durchsucht und abgetastet. Teilweise kamen bei dickerer Kleidung auch Metalldetektoren zum Einsatz. Die Kontrollen waren deutlich intensiver als an regulären Spieltagen.
Zahlreiche Polizeikräfte waren im Einsatz – teils auch schwer bewaffnet. Ein Polizeihubschrauber stand den ganzen Abend in der Luft. Für die Polizei war es aufgrund der Sicherheitslage der größte Einsatz seit dem Papst-Besuch in der Stadt.
POL-H: Geschwindigkeitskontrollen der Polizei Hannover - Höchstwert von 47 km/h über erlaubter Geschwindigkeit
Verdächtiger Kleinwagen flüchtet von Bonn nach Köln - Auf Tankstellengelände wollen Beamte den Wagen stoppen und schießen auf ihn - Fahrer rammt gegen Hauswand und erfasst Polizisten frontal, ehe er fliehen kann - Auto wird kurz darauf verlassen...
Polizeihubschrauber und mobiles Einsatzkommando vor Ort - Fluchtwagen war in Baustellenbereich geparkt worden
22.01.26, 02:43 Uhr
Datum: Donnerstag, 22. Januar 2026, 02:43 Uhr
Ort: Köln-Rodenkirchen, Nordrhein-Westfalen
(ch) In der Nacht zu Donnerstag ist es bei einer Verfolgungsfahrt zwischen Bonn und Köln zu einem dramatischen Polizeieinsatz gekommen. Gegen Mitternacht fiel einer Streife im Bonner Raum ein verdächtiger Kleinwagen auf. Als die Beamten das Fahrzeug kontrollieren wollten, ergriff der Fahrer die Flucht und raste über die A555 in Richtung Köln.
Wie die Polizei vor Ort mitteilte, versuchten die Einsatzkräfte am sogenannten Bonner Verteiler den Wagen an einer Tankstelle zu stoppen. Dabei fuhr das Auto, ein Hyundai, anscheinend in eine Art Sackgasse hinter dem Tankstellengebäude. Der Fahrer versuchte zu wenden und rammte gegen die Tankstelle sowie ein geparktes Auto. Möglicherweise steuerte er dabei frontal auf die Polizisten zu, denn diese feuerten nach Behördenangaben mit der Dienstwaffe auf das Fluchtfahrzeug. Dieses stoppte jedoch nicht, sondern erfasste einen Beamten und verletzte ihn schwer. Lebensgefahr soll jedoch keine bestehen.
Der Fahrer flüchtete erneut. Rund einen Kilometer weiter wurde das Fahrzeug stark beschädigt in einer Baustelle offenbar abgestellt. Doch von dem Täter fehlt derzeit jede Spur.
Unmittelbar nach dem Vorfall wurde eine großangelegte Fahndung eingeleitet. Dutzende Streifenwagen suchten den Bereich ab, ein Polizeihubschrauber kreiste über dem Kölner Stadtteil Rodenkirchen, zudem kam ein mobiles Einsatzkommando zum Einsatz. Bislang jedoch ohne Erfolg.
Die Polizei hat die Tatortarbeit aufgenommen, die Spurensicherung läuft. Die Hintergründe der Flucht, die Umstände der Schussabgabe sowie der genaue Ablauf der Verletzung des Beamten sind nun Gegenstand umfangreicher Ermittlungen.
Dichter Rauch dringt aus Mehrfamilienhaus - Person vermisst - Helfer finden 88-Jährigen leblos im Haus - Löscharbeiten bei eisiger Kälte
Kriminalpolizei ermittelt - Löschwasser gefriert bei minus sechs Grad
22.01.26, 01:53 Uhr
Datum: Donnerstag, 22. Januar 2026, 0:00 Uhr
Ort: Blaustein, Landkreis Alb-Donau-Kreis, Baden-Württemberg
(ch) In der Nacht zum Donnerstag ist bei einem Wohnungsbrand in Blaustein-Klingenstein ein 88-jähriger Mann ums Leben gekommen. Die Feuerwehr fand den Senior leblos in seiner Wohnung, ein Notarzt konnte nur noch den Tod feststellen. Das Mehrfamilienhaus ist derzeit unbewohnbar, die Brandursache ist noch unklar.
Der Alarm ging am späten Abend bei der Leitstelle ein. Dichter Rauch quoll aus dem Gebäude, zudem wurde gemeldet, dass sich noch eine Person im Haus befinden könnte. Bereits auf der Anfahrt war die Menschenlage unklar. Zur Unterstützung setzte die Polizei auch einen Hubschrauber ein.
Die Einsatzkräfte drangen unter Atemschutz in das stark verrauchte Gebäude vor. In der betroffenen Wohnung fanden sie den 88-jährigen Bewohner. „Auf Anfahrt hieß es, eine Person wird vermisst“, erklärte Feuerwehrkommandant Jörg Mayer. Trotz schneller Rettungsmaßnahmen kam für den Mann jede Hilfe zu spät.
Die Löscharbeiten gestalteten sich schwierig: Bei Temperaturen um minus fünf Grad gefror das Löschwasser auf der abschüssigen Straße sofort zu Eis, was die Arbeiten zusätzlich erschwerte. Nach rund einer Stunde war das Feuer unter Kontrolle, das gesamte Haus blieb jedoch stark verraucht.
Der Kriminaldauerdienst hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Angaben zur Schadenshöhe liegen bislang nicht vor.
Brennender Heizlüfter weitet sich zu Zimmervollbrand aus - Starke Rauchentwicklung aus Wohnhaus - Feuerwehr im Löscheinsatz - Enorme Temperaturen beschädigen Schutzkleidung
Bewohner können sich unverletzt ins Freie retten
21.01.26, 17:04 Uhr
Datum: Mittwoch, 21. Januar 2026, 15:25 Uhr
Ort: Krefeld-Bockum, Nordrhein-Westfalen
(lg/ah) Am Mittwochnachmittag wurde die Feuerwehr Krefeld zunächst zu einem brennenden Heizlüfter in einem Zimmer im ersten Obergeschoss eines Reihenmittelhauses im Stadtteil Bockum gerufen. Bereits auf der Anfahrt wurde klar: Das Feuer hatte sich ausgebreitet. Beim Eintreffen stand ein Zimmer bereits Vollbrand, dichter Rauch und Flammen drangen aus der Gebäuderückseite. Der Brand drohte sich auszuweiten, weshalb der Einsatzleiter zunächst die Alarmstufe erhöhen lies. Dank des schnellen Löschangriffs konnten die Flammen jedoch rasch unter Kontrolle gebracht werden und eine Ausweitung wurde so ausgeschlossen. Die Bewohner konnten sich glücklicherweise eigenständig ins Freie retten und verbleiben nach einer Untersuchung durch den Rettungsdienst an der Einsatzstelle. Im Anschluss musste das Gebäude umfassend belüftet und vom giftigen Brandrauch befreit werden. Nach ersten Informationen ist das Obergeschoss nicht mehr bewohnbar. Wie extrem der Brand gewütet hat wurde klar, als der Angriffstrupp des ersten Löschfahrzeuges nach getaner Arbeit aus dem Gebäude kam. Die Helmvisiere geschmolzen, die Schutzkleidung angesenkt und durch die Hitze verfärbt. Noch vor Ort wurde diese ausgetauscht. Die Kriminalwache hat die weiteren Ermittlungen noch am Nachmittag aufgenommen.
Zwei Kleintransporter prallen in Lastwagen - Drei Verletzte, zwei davon schwer
Zahlreiche Rettungskräfte im Einsatz, Rettungshubschrauber im Einsatz - Autobahn in Richtung Karlsruhe voll gesperrt
21.01.26, 15:48 Uhr
Datum: Mittwoch, 21. Januar 2026, ca. 12:00 Uhr
Ort: A8 nahe AS Pforzheim-Süd, Baden-Württemberg
(ah) Schwerer Verkehrsunfall am Mittwochmittag auf der Autobahn 8 bei Pforzheim: Ersten Angaben zufolge prallte ein Pritschenwagen mit solcher Wucht in das Heck des Lastwagens, dass die Fahrerkabine des Transporters völlig zerstört wurde. Ein zweiter Kleintransporter prallte ebenfalls den Lkw. Zahlreiche Rettungskräfte rückten, auch ein Rettungshubschrauber wurde alarmiert. Drei Personen wurden verletzt, zwei davon schwer.
Für die Dauer der Rettungs- und Bergungsarbeiten musste die A8 in Richtung Karlsruhe komplett gesperrt werden, sodass sich ein langer Rückstau bildete. Die Polizei hat die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang aufgenommen.
POL-H: Tödlicher Verkehrsunfall in Hannover-Hainholz - Polizei bittet um Zeugenhinweise
POL-H: Nachtragsmeldung: Polizei ermittelt zwei Tatverdächtige nach Tat am Hufeisensee
POL-H: Kröpcke: 22-Jähriger bei Streit durch Stich verletzt - Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung
Farbiges Naturschauspiel an der Ostseeküste auf Fehmarn und Zingst - rote, grüne, pinke und gelbe Polarlichter sorgen auch in der Nacht zu Mittwoch für einen leuchtenden Nachthimmel - auch über Brandenburg macht das Naturschauspiel erneut die Nacht zum...
Fortdauernder Sonnensturm macht die Lichter sichtbar, wenn auch nicht mehr so stark wie in der vorausgegangenen Nacht
20.01.26, 22:31 Uhr
Datum: Dienstag, 20. Januar 2026, 22:30 Uhr
Ort: Zingst, Mecklenburg-Vorpommern - Oranienburg, Brandenburg - Fehmarn, Schleswig-Holstein
(ch) Nach dem außergewöhnlichen Polarlicht-Ereignis der vergangenen Nacht richtete sich auch am Dienstagabend der Blick vieler Menschen erneut gen Norden. Zwar blieb ein landesweites Himmelsspektakel aus, doch vor allem in Norddeutschland konnten wieder tolle Nordlichter beobachtet werden.
Wir konnten das Naturschauspiel erneut an mehreren Orten dokumentieren: Über Fehmarn an der Ostseeküste Schleswig-Holsteins zeigten sich rötliche und grünliche Schleier am nördlichen Horizont. Ähnliche Erscheinungen wurden in Zingst an der Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns festgehalten. Sogar in Oranienburg in Brandenburg gelang es Beobachtern, die seltenen Leuchterscheinungen fotografisch einzufangen – wenn auch deutlich schwächer als in der Nacht zuvor.
Meteorologen führen die anhaltenden Erscheinungen auf weiterhin erhöhte geomagnetische Aktivität zurück, ausgelöst durch einen fortdauernden Sonnensturm. Auch wenn das Ausmaß des Vortages nicht mehr erreicht wurde, sorgten die erneuten Sichtungen für große Begeisterung bei Hobbyastronomen und Fotografen. Experten empfehlen, in den kommenden Stunden weiterhin den nördlichen Horizont im Auge zu behalten – insbesondere in Küstennähe und ländlichen Gebieten.
Nach Jahrhundertereignis werden wieder Polarlichter über Deutschland gemeldet - Wenn auch schwächer als am Vorabend, verfärbt sich der Nachthimmel vor allem im Norden erneut eindrucksvoll
Aktuelle Bilder von Norderney zeigen erneut aufkommende Polarlichter
20.01.26, 21:41 Uhr
Datum: Dienstag, 20. Januar 2026, 21:41 Uhr
Ort: Insel Norderney, Landkreis Aurich, Niedersachsen
(ch) Erneut richtet sich am Dienstagabend der Blick vieler Menschen in den Norden: Nach dem außergewöhnlichen Polarlicht-Ereignis der vergangenen Nacht gibt es wieder Hoffnungen auf Nordlichter über Deutschland.
Nachdem die Aurora in der Nacht zuvor landesweit bis weit in den Süden hinein sichtbar war – ein Ereignis, das Fachleute als extrem selten einordnen –, meldeten Beobachter am Dienstagabend erneute Sichtungen vor allem aus Norddeutschland. Unter anderem von Norderney, aus Küstenregionen Niedersachsens sowie aus Schleswig-Holstein wurden schwache rötliche und grünliche Leuchterscheinungen am Horizont gemeldet.
Meteorologen sprechen von weiterhin erhöhter geomagnetischer Aktivität, ausgelöst durch einen anhaltenden Sonnensturm. Die Intensität reicht jedoch nach aktuellen Einschätzungen nicht mehr aus, um Polarlichter erneut bis in den Süden Deutschlands sichtbar zu machen. Stattdessen konzentriert sich das Naturschauspiel auf den Norden – und dort vor allem auf Regionen mit klarem Himmel und wenig Lichtverschmutzung.
Obwohl das Ausmaß des Vortages wohl nicht mehr erreicht wird, hoffen viele Beobachter auf eine weitere, wenn auch abgeschwächte Wiederholung des seltenen Himmelsspektakels. Fachleute raten, in den kommenden Stunden besonders den nördlichen Horizont im Blick zu behalten.
4.000 Menschen ziehen lautstark protestierend durch die Innenstadt - Vermummte greifen syrisches Restaurant an und zerstören Mobiliar (on tape) - Pyrotechnik aus der Demo heraus abgefeuert (on tape)
Eine Person wird leicht verletzt - Polizei muss Restaurant nach Angriff schützen - Wir haben den Angriff on tape sowie einen O-Ton mit einem direkt Betroffenen
20.01.26, 21:12 Uhr
Datum: Dienstag, 20. Januar 2026, 20:30 Uhr
Ort: Dortmund, Nordrhein-Westfalen
(ch) Eine kurdische Großdemonstration mit rund 4.000 Teilnehmenden ist am Mittwochabend in der Dortmunder Innenstadt teilweise eskaliert. Während der überwiegende Teil des Demonstrationszuges friedlich über den Wall und durch die Innenstadt zog, spaltete sich eine Gruppe von rund 60 Personen ab und griff ein syrisches Restaurant in der Brückstraße an.
Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei wurden dabei Möbel und Außeneinrichtung zerstört und gegen die Fenster des Lokals geworfen. Ein Mitarbeiter des Restaurants erlitt leichte Verletzungen. Hintergrund des Angriffs könnte laut ersten, bislang unbestätigten Aussagen der Bezug des Restaurants zu Syrien gewesen sein. Viele Demonstrierende hatten sich zuvor aus Protest gegen Angriffe syrischer Milizen, unter anderem auf die kurdische Region Rojava, versammelt. Die Polizei prüft diesen Zusammenhang derzeit.
Zeitgleich wurden aus dem Demonstrationszug heraus mehrfach pyrotechnische Gegenstände gezündet. Videos in sozialen Netzwerken zeigen das Abbrennen von Feuerwerksbatterien mitten in der Menge. Die Polizei registrierte die Vorfälle und kündigte entsprechende Strafanzeigen an.
Die Demonstration begann am Nachmittag an der Katharinentreppe nahe des Hauptbahnhofs und wuchs im Verlauf deutlich stärker an als ursprünglich angemeldet. Zeitweise kam es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen in der Innenstadt. Am Abend sammelten sich die Teilnehmenden überwiegend am Platz der Deutschen Einheit, bevor sich die Versammlung nach und nach auflöste.
Die Polizei leitete Ermittlungen wegen schweren Landfriedensbruchs ein. Die Lage in der Brückstraße beruhigte sich am Abend wieder, der Einsatz dauerte aufgrund der hohen Teilnehmerzahl jedoch weiter an.
POL-H: Unangemeldete Versammlung/ Eilversammlung in der Innenstadt von Hannover durch Polizei aufgelöst
Flammen schlagen aus dem Keller – Feuer frisst sich binnen Minuten bis in den Dachstuhl – 90 Retter kämpfen gegen lichterlohen Vollbrand – Einsturz des Daches während der Löscharbeiten
Polizei nahm noch in der Nacht Ermittlungen zur Brandursache auf
20.01.26, 02:34 Uhr
Datum: Montag, 19. Januar 2026, 20:30 Uhr
Ort: Bad Belzig, Landkreis Potsdam-Mittelmark, Brandenburg
(jb) Ein Gebäudebrand hat am Montagabend die Feuerwehren in Bad Belzig und Umgebung in Atem gehalten. Gegen 20:30 Uhr brach in einem massiven Reihenhaus an der Borner Straße ein Feuer aus, das sich innerhalb kürzester Zeit zu einem Vollbrand entwickelte. Bereits während der Anfahrt konnten die alarmierten Einsatzkräfte das Ausmaß der Katastrophe erahnen: Eine gewaltige Rauchwolke stieg in den Abendhimmel auf, und ein heller Flammenschein war kilometerweit über Bad Belzig zu sehen. Das zweigeschossige Gebäude stand zu diesem Zeitpunkt bereits lichterloh in Flammen. Nach ersten Angaben des Bewohners, der sich glücklicherweise unverletzt retten konnte, nahm das Unheil im Keller seinen Lauf. Von dort aus fraßen sich die Flammen rasend schnell durch das gesamte Haus bis in den Dachstuhl. Die Intensität des Feuers war so gewaltig, dass das Dach während des Einsatzes größtenteils in sich zusammenstürzte. Rund 90 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Bad Belzig, Niemegk, Brück und Wiesenburg kämpften bis tief in die Nacht gegen die Flammen. Um die Einsatzkräfte bei der Kälte bei Kräften zu halten, rückte die SEG Versorgung an und reichte warme Getränke sowie Mahlzeiten. Trotz des massiven Aufgebots konnte nicht verhindert werden, dass das Reihenhaus bis auf die Grundmauern niederbrannte. Die Polizei hat noch vor Ort die Ermittlungen zur genauen Brandursache aufgenommen. Zur Höhe des entstandenen Sachschadens konnten in der Nacht noch keine Angaben gemacht werden.
Atemberaubende Zeitraffer-Aufnahmen zeigen farbenfrohes Polarlicht-Spektakel am Nachthimmel - stärkster Sonnensturm seit Jahren macht beeindruckendes Farbenspiel sichtbar
Wir haben mehrere hochauflösende Zeitraffer-Aufnahmen der beeindruckenden Polarlichter
20.01.26, 01:10 Uhr
Datum: Dienstag, 20. Januar 2026, 01:10 Uhr
Ort: Dagebüll, Nordfriesland, Schleswig-Holstein
(jb) Ein mächtiger Sonnensturm trifft derzeit die Erde und sorgt für beeindruckend helle Polarlichter über ganz Deutschland.
Die Sonnenaktivität hat in dieser Woche zugenommen, was zu einem starken X-Klasse-Sonnenflare und einem schnellen, erdgerichteten koronalen Massenauswurf (CME) führte.
Diese Ereignisse bringen starke geomagnetische Stürme, die beeindruckende Polarlichter sichtbar machen.
Über Dagebüll in Nordfriesland verzauberten die Polarlichter die Nordseeküste. In atemberaubenden Zeitraffervideos wurde das Naturschauspiel festgehalten.
Polarlichter verwandeln gesamten Nachthimmel in giftgrünes Naturschauspiel - stärkster Sonnensturm seit Jahren sorgt für atemberaubendes Farbspektakel über Thüringen
Wir haben die Polarlichter im Zeitraffervideo aufgenommen
20.01.26, 00:52 Uhr
Datum: Dienstag, 20. Januar 2026, 00:52 Uhr
Ort: Artern, Kyffhäuserkreis, Thüringen
(jb) Ein mächtiger Sonnensturm trifft derzeit die Erde und sorgt für beeindruckend helle Polarlichter über ganz Deutschland.
Die Sonnenaktivität hat in dieser Woche zugenommen, was zu einem starken X-Klasse-Sonnenflare und einem schnellen, erdgerichteten koronalen Massenauswurf (CME) führte.
Diese Ereignisse bringen starke geomagnetische Stürme, die beeindruckende Polarlichter sichtbar machen.
Über Artern im Kyffhäuserkreis in Thüringen erscheinen die Polarlichter wie eine grüne Giftwolke, welche hereinbricht. In einem atemberaubenden Zeitraffervideo wurde das Naturschauspiel festgehalten.
Gigantischer Sonnensturm taucht Nachthimmel in Farbenmeer – Stärkstes Ereignis des Jahrhunderts vermutet – Profi-Fotograf zeigt sich völlig euphorisch (im O-Ton) – Naturphänomen von historischem Ausmaß erreicht in der Nacht den Höhepunkt –...
Experte spricht von der massivsten Sonnenaktivität seit Jahrzehnten, wenn nicht sogar im vergangenen Jahrhundert (im O-Ton) - Atemberaubende Zeitraffer
20.01.26, 00:24 Uhr
Datum: Dienstag, 20. Januar 2026, 00:00 Uhr
Ort: Varel, Landkreis Friesland, Niedersachsen
(jb) Ein außergewöhnlich starker Sonnensturm hat die Nacht zu Dienstag über Varel in ein seltenes Farbspektakel getaucht. Was als gesteigerte Sonnenaktivität am Montagabend begann, entwickelte sich in der Nacht zu einem Naturphänomen von historischem Ausmaß. Deutschlands wohl bekanntester Polarlichtfotograf, Markus Hibbeler, zeigt sich angesichts der Aufnahmen aus Varel völlig begeistert. Trotz jahrelanger Erfahrung mit dem Phänomen übertraf diese Nacht alle seine Erwartungen. Nach seiner Einschätzung handelt es sich um eines der größten Polarlicht-Ereignisse der letzten Jahrzehnte, möglicherweise sogar um das stärkste innerhalb dieses Sonnenzyklus, also des gesamten Jahrhunderts. Dank des klaren Himmels bot sich in Varel ein unvergleichlicher Blick auf das Firmament. In der späten Nacht erreichte das Spektakel seinen Höhepunkt: Der Nachthimmel erstrahlte in intensiven Farben, die normalerweise nur in weitaus nördlicheren Breitengraden zu sehen sind. Für die Region Varel war diese Nacht ein seltenes Glück – und für Beobachter wie Hibbeler ein Moment für die Geschichtsbücher.
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