NonstopNews
Reisebus wird Weiterfahrt wegen Bremsdefekt untersagt - Polizei kontrollierte zahlreiche Fern- und Reisebusse sowie Lkw - zahlreiche Beanstandungen
Wir haben Autobahnpolizist Toni Schidlowski einen Tag lang bei seiner Arbeit für die Sonderkontrollgruppe der Brandenburger Polizei über die Schulter geschaut - diverse O-Töne mit Fahrern, Reisenden und Polizisten
26.05.16, 0:00 Uhr
Datum: Donnerstag, 26. Mai 2016
Ort: A24, Raststätte Linumer Bruch, Fehrbellin, Landkreis Ostprignitz-Ruppin, Brandenburg
(sg) Die Reise an die Ostsee fand für die Passagiere eines Reisebusses ein jähes Ende auf der Raststätte an der A24. Im Rahmen einer Großkontrolle untersagte die Polizei dem Busfahrer aufgrund einer defekten Bremsanlage die Weiterfahrt und ordnete einen mehrstündigen Werkstattaufenthalt an. Die ratlosen Passagiere blieben zunächst auf der Raststätte zurück.
„Schlimmstenfalls kann passieren, dass die Bremsanlage für drei Bremsungen ausreicht, aber eine vierte Bremsung nicht mehr zum Ziel führt und das Fahrzeug ungebremst ins Stauende fährt oder auch aus einer Kurve fliegt“, schildert Toni Schidlowski von der Autobahnpolizei das Problem.
Locker schlendert Toni durch den Reisebus, doch sein wachsames Auge achtet dabei auf jedes Detail: Sind die Notausgänge gekennzeichnet und wo sind die Nothammer angebracht? Sind alle Passagiere angeschnallt? Dem erfahrenen Autobahnpolizisten von der Sonderüberwachungsgruppe der Polizei Brandenburg entgeht nichts. Und bei Sicherheitsverstößen versteht der sonst kumpelhaft erscheinende Beamte keinen Spaß. „Für uns ist das ein Erfolg. Nicht, dass es eine statistische Erfassung ist, sondern, dass wir hier eine eventuelle Zeitbombe aus dem Verkehr gezogen haben und - wenn man ganz weit voraus denkt – vielleicht auch ein paar Leben gerettet haben“, begründet Toni die Motivation von ihm und seinen Kollegen.
Und der rote Reisebus mit Ziel Ostsee war nur einer der insgesamt 25 beanstandeten Fahrzeuge, die die die Brandenburger Kontrolleure am Montag bei insgesamt 59 untersuchten Fahrzeugen bemängelten. Die Maßnahme richtete sich in erster Linie an Fern- und Reisebusse. Nach zahlreichen schweren Unfällen mit Lastwagen an Stauenden und diversen Berichten über Verstöße bei den immer beliebter werdenden Fernbussen wollte die Polizei mit der Aktion ein Zeichen setzen. Und das Ergebnis war nicht nur negativ. Insbesondere bei den Fernbussen scheinen die Unternehmen aus der negativen Berichten der Vergangenheit gelernt zu haben. Die überwiegende Zahl der Fernbusse war beanstandungsfrei und in gutem technischen Zustand. Anders sah es da mit einigen Lastwagen aus, die den Beamten im Rahmen der Kontrollaktion auffielen, weil diese meist einen viel zu geringen Abstand zu ihren Vordermännern hielten. Auch einige der Busfahrer hielten sich nicht immer an die Verkehrsordnung. So fiel ein dänischerer Reisebus durch ein waghalsiges Überholmanöver auf, durch das die nachfolgenden Fahrzeuge zu massiven Bremsmanövern genötigt wurden.
Die Buspassagierte beurteilten die Kotrollen überwiegend positiv. Zwar waren die Reisenden über die unfreiwillige Zwangspause etwas genervt, freuten sich aber, dass das Busreisen durch derartige Kontrollen hoffentlich in Zukunft noch sicherer werden wird.
Selbst die ertappten Fahrer nahmen es größtenteils gelassen, wenn Schidlowski und seine Kollegen wieder mal einen Strafzettel ausfüllten: „Es ist normalerweise kein Problem. Wir werden oft angehalten“, erklärt Brummi-Fahrer Torsten Jahnke. Über den gerade erhaltenen Punkt in Flensburg wegen zu geringen Abstand war er aber nicht ganz so erfreut, sah seinen Fehler aber ein.
Die NonstopNews-Bilder (Tag) und die O-Töne:
Teil 1: Buskontrolle und Auswahl von Fahrzeugen auf Autobahn
- Beamte kontrollieren Reisebus
- Polizist begutachtet Innenraum, Fahrwerk und Motor
- Fahrgäste warten auf Weiterfahrt
- Streifenwagen beobachtet vorbeifließenden Verkehr an Autobahn
- Streifenwagen verfolgt Bus und lost diesen zur Kontrollstelle
- Postbus wird kontrolliert
- Totale Kontrollstelle und Rastplatz
- Streifenwagen fährt wieder auf die Autobahn
- Nächster Fernreisebus wird gestoppt und kontrolliert
- O-Ton mit Uwe Heber, Busfahrer: „grundsätzlich ist es nicht das verkehrteste wenn man da zwischendurch mal kontrolliert, aber manchmal ist es nervig. Muss ich auch ganz eindeutig sagen. Meine Fahrer werden vielleicht zwei, drei Mal im Jahr kontrolliert. Ich achte auch darauf, dass so was nicht passiert. Generell mit den Bussen ist das immer so ´ne schwierige Sache, weil ich fahr keine Kartoffeln oder keine Steine oder sonst was. Wenn ich das sehe, wie manche Fahrzeuge unterwegs sind. Auch diese Abstandsgeschichte wo diese schweren Unfälle passiert sind. Da muss man viel härter durchgreifen. Also wenn ich das sehe, ich bin auch oft auf der Straße was da für ein Schindluder getrieben wird. Das ist nicht normal. Und das ist zwangsläufig. Ich bin konzentriert und ich habe kein ungutes Gefühl. Dann müsste ich was Anderes machen.
- O-Ton mit Jürgen Collin, Autobahnpolizei Walsleben, Sonderüberwachungsgruppe Polizeidirektion Nord: „meine Aufgabe ist jetzt erstmal auf die Busse zu achten, welche Busse für uns interessant sind. Und sollte jetzt ein Bus kommen, bei dem wir der Meinung sind, dass wir ihn kontrollieren sollten, dann werden wir hinterherfahren, uns diesen Bus hinten anhängen bis zur Kontrollstelle bringen und dort können die Kollegen an der Kontrollstelle den Bus kontrollieren. Jetzt haben wir noch einen Postbus. Dem werden wir jetzt hinterherfahren und uns dann davorsetzen und ihn dann kontrollieren. Ja, diesen Bus werden wir mitnehmen zur Kontrolle. Ich werde ihn nochmal über die Außenlautsprecher ansprechen, dass er das auch hört. Jetzt werden wir dem noch ein Zeichen geben. Die Möglichkeit, warum er langsamer wird, ist jetzt halt, dass er irgendwelche Unterlagen, die wir nicht sehen sollen, jetzt verstecken will oder irgendwas, was manipuliert wurde, jetzt noch in Ordnung bringen muss. Eine Kaffeemaschine, ein Laptop zum Beispiel, alles was so im Sichtfeld des Fahrers steht, was halt auch eine Ordnungswidrigkeit darstellen würde.“
Teil 2: Weitere Buskontrollen und Lkw werden wegen Verstößen gestoppt
- Reisebus aus Dänemark wird kontrolliert
- Fahrer wird in Streifenwagen verwarnt
- Polizist schreibt Protokoll
- ziviler Videowagen der Polizei
- Beamte schreiben Protokoll an Notebook
- Videowagen auf Autobahn unterwegs
- Überwachungsvideo wird ausgewertet (abgefilmt von Bildschirm)
- Lastwagen werden wegen Verstößen gestoppt und kontrolliert
- Videowagen stoppt Lkws und lost diese zur Kontrollstelle
- O-Ton mit Toni Schidlowski, Autobahnpolizei Walsleben Sonderüberwachungsgruppe Polizeidirektion Nord: „In dem Fall haben wir durch den Videowagen beobachtet, dass der Fahrer überholt hat ohne den nachfolgenden Verkehr zu beachten und deswegen mussten zwei Pkw bremsen und das haben wir per Videowagen festgehalten und jetzt versuchen wir uns mit dem Fahrer zu verständigen. Der Videowagen ist jetzt schon wieder unterwegs. Wir haben das Material gesichert und das wird hier zur Beweisaufnahme verwendet und von uns dann auch weiter dokumentiert. Der Bus war unterwegs auf der rechten Fahrspur Richtung Hamburg und wollte einen Sattelzug überholen, hat geblinkt, ist auf die Überholspur gefahren und hat dabei nicht den rückwärtigen Verkehr beachtet. Also hat zwei PKW, die beim Überholen schon waren, die mussten bremsen, damit sie mit ihm nicht kollidieren.“
- O-Ton mit Femke Semmler (links) & Luisa Koch, Busreisende: „nervig, weil man solange hier warten muss und nichts machen darf. Ja erstmal aufregend irgendwie. Aber es ist okay. Wir wurden jetzt auch nicht kontrolliert oder so. Die haben zwar gesagt man soll sich anschnallen und die Sachen hoch packen oder so falls man nochmal kontrolliert wird, aber es jetzt eher die viertel Stunde die verloren geht. Für uns ist das jetzt nicht so schlimm, weil wir keinen wirklichen Zug kriegen müssen oder noch einen nächsten Bus, aber für die die noch einen Anschluss brauchen ist es glaub ich echt doof. Also es ist besser ohne rausziehen. Also ist jetzt auch das erste Mal, dass ich rausgezogen worden bin. Auf der einen Seite ist es gut, den Fahrer so zu überprüfen, dass der nicht zu viel fährt. Das finde ich schon okay. Also ich habe jetzt auch kein schlechtes Gefühl, wenn ich mit dem Bus fahre. Also ich habe jetzt auch keine Angst, wenn ich mit dem Bus oder dem Zug fahre. Ist mir eigentlich egal.“
- O-Ton mit Torsten Jahnke, LKW-Fahrer: „ist normalerweise kein Problem. Wir werden oft angehalten. Und jetzt ist es zwar scheiße, weil ich einen Punkt kriege aber muss ich mit Leben. Ich habe gedacht er wäre weiter weg gewesen. Man kann es zwar durch die Begrenzungspfeiler sehen, aber erst war er schneller als ich, dann wurde er langsamer. Ja und dann bin ich rangefahren. Ja wegen Terminfrachten. Da entsteht der Druck denn. Da schnell hin, da schnell hin. Ich habe einen Abstandswarner da drinnen. Bloß wenn vor mir ein PKW reinzieht oder so, denn geht der voll in die Knie. Deswegen habe ich den auch ausgeschaltet. Ansonsten mit LKW zu LKW funktioniert das eigentlich, aber ich habe ihn ausgeschaltet, aber passiert. Wenn der hinter mir nicht aufpasst dann hängt der hinten drin. Habe ich alles schon gehabt. Der geht voll in die Knie dann der LKW. Deswegen habe ich ihn rausgenommen“
Teil 3: Mangelhafter Reisebus wird kontrolliert und Weiterfahrt untersagt
- Reisebus und Fernbus werden kontrolliert
- Lkw-Fahrer wird verwarnt
- Fahrerkarte wird ausgelesen
- Polizisten begutachten defekte Bremsanlage bei Reisebus
- O-Ton mit Tino Liese, LKW-Fahrer: „Ertappt! Wie gesagt. Fehler – kann passieren. Soll nicht passieren, kann passieren. Ich bin zu dicht raufgefahren. Ist nun mal so. Naja was soll ich dazu sagen? Es gibt Leute, die übertreiben und es gibt Leute, die vernünftig fahren. Wenn du einen vor dir hast, der so übertreibt wie er, voll ran kriechen bei dem anderen, voll ran kriechen bei dem Vordermann und dann wieder bremsen. Dann läufst du ja automatisch mit auf. Was willst du machen? Dann biste mit drin, dann steckst du, aber wie gesagt. Was kannst du machen? Mit den ganzen Unfällen ich meine klar, könnte man noch mehr kontrollieren. Weil die Fahrer meist alle übermüdet sind, keine Ahnung. Ja, was soll ich sagen? Wir haben alle auch Familie. Da bist du froh, wenn du heile nach Hause kommst und emotional, muss ich sagen, ist es schon scheiße. Da fühlt man absolut scheiße als Kraftfahrer. Weil wir stehen jetzt wieder im dunklen Licht drin, weil es immer heißt nur wir, wir, wir. Aber im Endeffekt, nobody is perfect. Ich habe auch einen Kollegen verloren, auch tödlich und das ist schon heftig. Ich fahre ja jetzt schon ziemlich lange und wir haben uns zehn Jahre gekannt. Er war zwei Jahre jünger wie ich. Er war ein litauischer Fahrer, hat die Kontrolle verloren übers Fahrzeug und ist direkt tot gewesen. Hat den noch runtergelenkt von der Autobahn. Ja gut, wie gesagt. Da möchte ich auch nicht weiter drauf eingehen. Das ist schon schwer genug gewesen. Aber das hier, wie gesagt. Alles okay. Sollte nicht passiert, ist passiert.“
- O-Ton mit Matthias Richert, Busfahrer: „ja, es ist im Endeffekt schon ein komisches Gefühl, wenn man so einen Streifenwagen am Straßenrand sieht, der dann losrollt. So ging es mir eben auch, da dachte ich gut, jetzt bist du fällig. Auf der anderen Seite lässt man alles so sekundenweise Revue passieren. Es ist alles okay, die Papiere sind alle da, Karte ist okay, Uhrzeiten sind eingehalten worden, der Bus ist technisch okay also kann dir im Endeffekt nichts passieren. Wir hatten eh vor, hier zu halten, deswegen ist es für uns auch kein Zeitverlust in dem Sinne. Ich finde es ist eine gute Sache. Es muss kontrolliert werden. Ich finde, so was könnte teilweise mehr kontrolliert werden. Es wird zum Teil noch zu viel Schindluder betrieben, es gibt noch zu viele schwarze Schafe und ich habe da überhaupt gar kein Problem mit. Jetzt von mir aus gehend, ich kann jetzt nicht für alle Busfahrer sprechen, habe ich festgestellt, die Zunahme im Schwerlastverkehr ist enorm. Das Problem für uns als Bus ist, dass der LKW fast genauso schnell wie der Bus mittlerweile ist, obwohl er ja eigentlich viel langsamer sein müsste. Bei uns ist technisch bei hundert km/h leider abgeriegelt. Bei dem LKW ist das leider nicht so. Deswegen haben wir auch schwere Probleme zu überholen und werden teilweise auch von LKWs überholt, was eigentlich gar nicht möglich ist. Und wir kriegen auch viel mit, da wir die gleiche Sichthöhe wie die haben, kriegen wir so mit, was in den Fahrerkabinen so abgeht. Da ist Handy-Gespiele, Laptop- Gespiele, Unachtsamkeit, schwanken. Vorhin hatten wir das erst wieder. Schwankender LKW, da war der Hänger schon fast auf meiner Seite. Es ist dramatisch und ich denke aber auch, dass die Fahrer da sehr unter Druck stehen. Das ist in der Branche sicherlich viel extremer als es bei uns Busfahrerin ist. Wir sind ein Unternehmen aus Gotha, Thüringen. Ich habe in Halle geladen und wir fahren jetzt nach Warnemünde. Drei Tage, Mittwoch geht es wieder zurück. Nicht ganz so gut meinen Fahrgästen gegenüber, da ich natürlich auch ein zeitliches Verlangen habe. Wir haben um 15 Uhr in Warnemünde einen großen Empfang, wo einige extra für anreisen. Den Termin können sie jetzt im Endeffekt jetzt abhaken. Und es ist irgendwo schon nicht so ein schönes Gefühl, muss ich ehrlich sagen. Und ich meine, ich muss auch ehrlich sagen, ich bin den Bus die ganze letzte Woche gefahren ich bin ihn am Samstag gefahren, da waren wir an der polnischen Ostsee. Wenn da wirklich jetzt technisch irgendwas gewesen wäre, hätte ich das schon lange gemerkt. Ich fahre ja nun nicht den ersten Tag. Auf der einen Seite finde ich das okay auf der anderen Seite, drei Stunden, dass auch den Fahrgästen zuzumuten. Wenn es jetzt irgendwas Gravierendes wäre, wenn jetzt irgendwas fest gewesen oder so, dann könnte ich es noch nachvollziehen. Man hätte auch so einen Mängelgutschein machen können, wie im PKW-Bereich machen können, sagen können: Hier kontrolliert das in ner Werkstatt, innerhalb einer Woche, stellt den Bus wieder vor. Dann wäre es im Endeffekt auch gut gewesen. Ja gut, müssen wir jetzt durch nützt nichts, gute Miene zum bösen Spiel.“
- O-Ton mit Beatrix Lindeblatt, Busreisende: „ja, ich hab die Erfahrung auch gemacht. Ich glaub, ich habe es auch ein bisschen gehört wie unser Fahrer das erzählt hat. Es ist schon dramatisch was auf deutschen Straßen unterwegs ist an Gefahren. Ich fahre jeden Tag mindestens hundert Kilometer. Vorwiegend auch Autobahnen. Da wird dir himmelangst. Du vermeidest das auch, dran vorbei zu fahren. Ich finde das super, weiter so.“
- O-Ton mit Toni Schildlowski, Autobahnpolizei Walsleben Sonderüberwachungsgruppe Polizeidirektion Nord: „ja, wir haben hier einen Reisebus, der ist unterwegs von Dresden Richtung Norden. Wir haben einen Defekt an der Bremsanlage festgestellt und den werden wir jetzt technisch untersuchen lassen. Ihr hört im Hintergrund so ein zischendes Geräusch, das ist ein Druckregler von der Bremsanlage. Hört sich in der Regel immer ein bisschen anders an als diese permanenten Geräusche. Wir haben Flüssigkeiten am Bremssystem, die austreten und das ist ein technischer Mangel dem wir erstmal auf den Grund gehen werden. Wir werden jetzt zu Gutachter fahren in der Werkstatt und uns die Sache zusammen anschauen. Die dürfen mit dem Bus jetzt nicht weiter mit, bis wir die Sache geklärt haben. Wir gehen mal grob von drei Stunden aus. Wenn wir gut sind, sind wir dann durch. Wir fahren jetzt erstmal zur nächstgelegenen Werkstätte. Dort wurde ein Gutachter schon hinbestellt. Wenn die Fahrgäste oder der Fahrer mit den Fahrgästen alles soweit geklärt haben setzten wir uns in unterwegs. Dann wird das Fahrzeug in der Werkstatt in eine Grube gefahren und werden wir einmal die komplette Bremsanlage durchtesten. Sollten die Mängel, die wir hier festgestellt haben, nicht bestätigt werden, dann kann die Weiterfahrt erstmal gestattet werden. Ansonsten wenn sie bestätigt werden durch einen Sachverständiger, dann werden wir die Weiterfahrt untersagen müssen und der Bus bleibt solange stehen, bis der Mangel behoben ist.“
Teil 4: weiterer O-Ton zum defekten Reisebus
- Beamte besprechen sich vor Streifenwagen
- Streifenwagen begleitet defekten Bus zur Werkstatt
- O-Ton mit Toni Schidlowski, Autobahnpolizei Walsleben Sonderüberwachungsgruppe Polizeidirektion Nord: „also, wir haben das Problem mit der Bremsanlage. Die muss für eine gewisse Anzahl von Bremsungen ausreichen. Reicht es nicht aus, haben wir das Problem, dass eventuell die Bremsung für das Stauende nicht mehr reicht und der Bus ungebremst dort reinfährt. Im Rahmen der Busunglücke, wo Bremsanlagen versagt haben, ist das hier die absolute Vorlage dafür. Der Fehler ist hier, dass ständig Druckluft aus dem System abweicht und der Kompressor ständig arbeiten muss. Darauf ist er nicht ausgelegt. Dieser Dauerbetrieb führt zu technischen Mängeln, die zur Beeinflussung der Bremsanlage bis zum Komplettausfall führen. Schlimmstenfalls kann passieren, dass die Bremsanlage für drei Bremsungen ausreicht, aber eine vierte Bremsung nicht mehr zum Ziel führt und das Fahrzeug ungebremst ins Stauende in eine Kurve gerät oder auch aus einer Kurve fliegt. Für uns ist das ein Erfolg. Nicht, dass es eine statistische Erfassung ist, sondern, dass wir hier eine eventuelle Zeitbombe aus dem Verkehr gezogen haben, und wer ganz weit voraus denkt, auch ein paar Leben gerettet haben.“
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Auto überschlägt sich mehrfach und geht in Flammen auf - Wrack brennt auf dem Dach liegend komplett aus - zweites Fahrzeug kommt schwer beschädigt an der Leitplanke zum Stehen - beide Fahrer werden wie durch ein Wunder nur leicht verletzt -...
Feuerwehr vor Ort - Autowrack brennt komplett aus - A5 in Richtung Freiburg am Abend voll gesperrt - Ermittlungen zum Unfallhergang dauern an
23.04.26, 22:28 Uhr
Datum: Donnerstag, 23. April 2026, 19:15 Uhr
Ort: A5 Lahr, Fahrtrichtung Freiburg, Ortenaukreis, Baden-Württemberg
(ch) Am Donnerstagabend kam es gegen 19:15 Uhr auf der A5 zwischen den Anschlussstellen Lahr und Ettenheim in Fahrtrichtung Süden zu einem schweren Verkehrsunfall.
Wie ein Sprecher der Polizei Offenburg mitteilte, waren zwei Fahrzeuge in das Unfallgeschehen verwickelt. Kurz hinter der Anschlussstelle Lahr überschlug sich eines der Fahrzeuge aus bislang ungeklärter Ursache und kam auf dem Dach liegend zum Stillstand. In der Folge geriet der Wagen in Brand und brannte vollständig aus. Der zweite Wagen kam schwer beschädigt an der Leitplanke zum Stehen.
Die Feuerwehr Lahr war mit einem Rüstzug im Einsatz und konnte das Feuer unter Kontrolle bringen. Neben der Feuerwehr waren auch mehrere Rettungsmittel sowie ein Rettungshubschrauber vor Ort. Wie die Polizei mitteilte, gab es zwei leichtverletzte Personen. Der Insasse im ausgebrannten Fahrzeug, konnte dies zuvor verlassen, ehe der Wagen in Flammen aufging.
Die A5 musste in Fahrtrichtung Süden voll gesperrt werden. Der Verkehr wurde an der Anschlussstelle Lahr ausgeleitet. Die Polizei hat die Ermittlungen zur genauen Unfallursache aufgenommen.
Polizei rückt zu nächtlichem Einbruchsalarm in Firma im Industriegebiet von Kuppenheim an - vier Einbrecher werden auf frischer Tat ertappt und verstecken sich im Firmengelände - Polizeihubschrauber aus Stuttgart wird angefordert - alle vier Täter...
Polnischer Transporter vor der Firma wird von der Polizei im Anschluss durchsucht - Ermittlungen dauern an
23.04.26, 04:42 Uhr
Datum: Donnerstag, 23. April 2026, 03:00 Uhr
Ort: Kuppenheim, Landkreis Rastatt, Baden-Württemberg
(ch) Auf frischer Tat ertappt: In den frühen Morgenstunden des Donnerstags kam es im Industriegebiet von Kuppenheim (Landkreis Rastatt) zu einem Einbruch in eine Maschinenbaufirma.
Gegen 3 Uhr löste ein Einbruchalarm auf dem Firmengelände aus. Vor Ort wurde ein polnischer Transporter festgestellt, der im Zusammenhang mit der Tat stehen könnte. Die Polizei war schnell am Einsatzort und überraschte die vier mutmaßlichen Täter, die sich daraufhin auf dem Gelände versteckten.
Zur Unterstützung wurde ein Polizeihubschrauber aus Stuttgart angefordert, der bei der Fahndung aus der Luft half. Im Zuge der intensiven Suchmaßnahmen konnten alle vier Tatverdächtigen auf dem Gelände aufgespürt und festgenommen werden.
Der Transporter wurde im Anschluss durchsucht. Die Ermittlungen zu den Hintergründen und möglichen weiteren Beteiligten dauern an.
Geladenes Polizeifahrzeug auf parkendem Autotransporter steht in der Nacht in Flammen - Brand greift rasch auf weiteren geladenen Kleinbus über - starke Rauchwolke liegt in der Nacht über dem Karlsruher Stadtteil Grünwinkel - Feuerwehr kann...
Feuerwehrkran hebt ausgebrannte Fahrzeuge von Transporter - Kriminalpolizei hat Ermittlungen aufgenommen und geht von Brandstiftung aus
23.04.26, 01:48 Uhr
Datum: Mittwoch, 22. April 2026, 23:15 Uhr
Ort: Karlsruhe, Baden-Württemberg
(ch) Ein brennender Autotransporter sorgte in der Nacht auf Donnerstag im Karlsruher Stadtteil Grünwinkel für einen größeren Feuerwehreinsatz. Ein geladenes Polizeifahrzeug stand in Flammen, das Feuer griff auf einen weiteren geladenen Kleinbus über.
Gegen 23:15 Uhr wurden die Einsatzkräfte in den Joachim-Kurzaj-Weg an der Ecke Hornisgrindestraße alarmiert. Beim Eintreffen der Feuerwehr standen auf einem geparkten Autotransporter zwei Kleinbusse bereits in voller Ausdehnung in Flammen. Dichter Rauch zog über das Gebiet, verletzt wurde nach bisherigen Erkenntnissen jedoch niemand.
Nach Angaben der Einsatzleitung befanden sich insgesamt vier Fahrzeuge auf dem Transporter. Bei dem hintersten Fahrzeug handelte es sich um einen Streifenwagen der Polizei. Dieses Fahrzeug geriet zunächst in Brand, die Flammen griffen anschließend auf einen davorstehenden Kleinbus über. Beide Fahrzeuge brannten vollständig aus.
Die Feuerwehr leitete umgehend die Brandbekämpfung mit mehreren Strahlrohren ein. Durch den raschen Einsatz konnte ein Übergreifen der Flammen auf die beiden weiteren Fahrzeuge sowie die Zugmaschine des Lastwagens verhindert werden.
Ein Rettungswagen stand während des Einsatzes vorsorglich bereit. Die Polizei war mit mehreren Streifen vor Ort. Für die Nachlöscharbeiten wurden die Fahrzeuge mithilfe eines Feuerwehrkrans vom Transporter gehoben.
Die Ermittlungen zur Brandursache dauern an. Die Kriminalpolizei hat noch in der Nacht die Ermittlungen aufgenommen. Brandstiftung kann nicht ausgeschlossen werden. Die ausgebrannten Fahrzeuge wurden sichergestellt.
Technischer Leiter des Timmy-Rettungseinsatzes äußert sich zur aktuellen Lage
Aktueller O-Ton mit Fred Babbel
22.04.26, 14:53 Uhr
Datum: Mittwoch, 22. April 2026, 15:00Uhr
Ort: Poel, Mecklenburg-Vorpommern
(ah) Der Rettungseinsatz für Wal "Timmy" vor Poel dauert an und beim Rettungsteam ist man mit der derzeitigen Lage offenbar zufrieden. Fred Babbel, der technische Leute des Einsatzes, berichtete am Nachmittag, dass es dem Wal gut gehe und die Tierärztin zufrieden sei. Man wolle im nächsten Schritt nun mit einem Bagger die Fahrrine herstellen.
Gastronomie auf Poel leidet durch Wirbel um "Timmy":
Nur wenige Gäste in den Lokalen auf der Insel - Promenade verwaist - Parkplätze für Helfer und Presse abgesperrt - "Hoffe, dass es bald vorüber ist, dann können wir wieder vernünftig arbeiten" - "Bei den Einnahmen mindestens die Hälfte weniger"
22.04.26, 14:36 Uhr
Datum: Mittwoch, 22. April 2026
Ort: Poel, Mecklenburg-Vorpommern
(ah) Man würde ja annehmen, dass aufgrund des Rummels um den gestrandeten Wal "Timmy" auf der Insel Poel die Hölle los ist und zahlreiche "Waltouristen" die örtliche Gastronomie stürmen - doch das Gegenteil ist der Fall. Wenige Menschen auf der Promenade, teils gähnende Leere in den Lokalen, einige haben sogar an einzelnen Tagen komplett geschlossen. Der Grund: Der Hafen war einige Tage lang komplett abgesperrt, der Parkplatz gegenüber der Lokale ist es wegen der Einsatzfahrzeuge immer noch.
"Das schreckt ab", so Mandy Hartung, Kellnerin im "Krönings" am Hafen - und so ist auch in ihrem Restaurant deutlich weniger los als normal: "Wir langweilen uns und stehen nur herum":
Auch wirtschaftlich macht sich das Wegbleiben der Gäste natürlich bemerkbar. "Bei den Einnahmen haben wir mindestens die Hälfte weniger", berichtet die 51-Jährige und hofft, dass der Trubel bald vorbei ist, denn dann könne man wieder vernünftig arbeiten.
"Timmy" liegt weiter vor Poel - Rettungsteams geben nicht auf und versuchen weiter, das Tier ins offene Meer zu bringen
"Walflüsterer" Sergio Bambarén: "Wal hat gesundheitliche Probleme, aber diese sind nicht groß" - "Reele Chance, wieder frei zu sein" - "50/50-Chance zu überleben" - "Diese Rettung ist so schwierig, dass wir von Tag zu Tag schauen müssen"
22.04.26, 11:44 Uhr
Datum: Mittwoch, 22. April 2026, ca. 11:30 Uhr
Ort: Poel, Mecklenburg-Vorpommern
(ah) Das Drama um den vor Poel gestrandeten Buckelwal Timmy geht auch am Mittwoch weiter. Das Tier liegt noch immer vor der Insel fest, doch das Rettungsteam gibt nicht auf und will weiter versuchen, den Wal ins offene Meer zu bekommen.
"Walflüsterer" Sergio Bambarén hat die Hoffnung nicht aufgegeben, da "Timmy" seiner Ansicht nach leben will und ein Kämpfer ist. Die Verletzungen des Wals seien nicht so schwerwiegend, weshalb es eine reele Chance gebe. Die Rettungsssaktion sei jedoch sehr schwierig, sodass Bambarén die Chancen für eine erfolgreiche Rettung auf 50 Prozent schätzt.
Diesel wieder günstiger als Superbenzin
Aktuelle Bilder von einer Tankstelle im brandenburgischen Premnitz
22.04.26, 07:45 Uhr
Datum: Mittwoch, 22. April 2026, ca. 07:00 Uhr
Ort: Premnitz, Landkreis Havelland, Brandenburg
(ah) Die Achterbahnfahrt bei den Spritpreisen geht weiter. Auch wenn die Preise in den letzten Tagen fielen haben, liegen sie immer noch auf hohem Niveau.
Eine auffällige Bewegung gab es jedoch: Diesel war am Mittwochmorgen erstmals seit Wochen teilweise wieder günstiger als Superbenzin. So kostete ein Liter Dieselkraftstoff an einer Tankstelle in Premnitz im Landkreis Havelland 2,04 Euro, während Super 2,10 Euro bezahlen musste.
Komplizierter Brand in altem verlassenen Sporthotel in Grefrath - Feuerwehr braucht mehrere Stunden, um Flammen unter Kontrolle zu bekommen - Zusammenhang mit möglicher Brandstifterserie wird geprüft
Intensiver Einsatz von Atemschutzträgern - Bevölkerungswarnung wegen intensiver Rauchentwicklung - Feuerwehren aus dem gesamten Landkreis im Einsatz
22.04.26, 01:01 Uhr
Datum: Dienstag, 21. April 2026, 22:00 Uhr
Ort: Grefrath, Landkreis Viersen, Nordrhein-Westfalen
(ch) Am Dienstagabend ist die Feuerwehr Grefrath zu einem aufwendigen und langwierigen Brandeinsatz in unmittelbarer Nähe des bekannten Eissportzentrums ausgerückt. Im ehemaligen Sporthotel, das seit 2025 leer steht, war es zu einem Feuer gekommen. Als die ersten Einsatzkräfte eintrafen, drang bereits dichter schwarzer Rauch aus mehreren Bereichen des Gebäudes.
Im Inneren stellten die Feuerwehrleute einen Vollbrand in einem großen Lagerraum im ersten Obergeschoss fest. Der Rauch hatte sich zu diesem Zeitpunkt bereits auf drei Etagen ausgebreitet. Aufgrund der Lage wurden umgehend sämtliche Einheiten der Feuerwehr Grefrath sowie weitere Kräfte aus Kempen, Viersen und vom Kreis nachalarmiert.
Mehr als 16 Trupps unter schwerem Atemschutz waren im Einsatz, um den Brand sowie zahlreiche Glutnester zu bekämpfen. Wegen der starken Rauchentwicklung wurde auch die Bevölkerung über die Warn-App NINA informiert. Verletzt wurde nach bisherigen Erkenntnissen glücklicherweise niemand.
Die Löscharbeiten zogen sich bis in den späten Abend. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Dabei wird nun auch geprüft, ob ein Zusammenhang mit einer möglichen Brandstiftungsserie im Kreis Viersen besteht. Zuletzt hatte es mehrere Mülltonnenbrände sowie einen Kellerbrand gegeben, die womöglich auf das Konto eines Brandstifters gehen. Ebenso kann ein technischer Defekt derzeit jedoch noch nicht ausgeschlossen werden.
Zwei Transporter kollidieren auf der B292 bei Helmstadt – sieben Personen werden teils schwer verletzt – zwei Rettungshubschrauber im Einsatz
B292 voll gesperrt – Rettungskräfte im Großeinsatz
21.04.26, 20:06 Uhr
Datum: Dienstag, 21. April 2026, 20:06 Uhr
Ort: Helmstadt, Rhein-Neckar-Kreis, Baden-Württemberg
(th) Sieben teils Schwerverletzte sind die Folge eines schweren Verkehrsunfalls am Dienstagabend auf der B292 bei Helmstadt im Rhein-Neckar-Kreis.
Ein Großaufgebot an Einsatzkräften von Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr ist im Einsatz gewesen, darunter auch zwei Rettungshubschrauber.
Nach ersten Erkenntnissen kollidierten gegen 17.30 Uhr zwei Transporter zwischen Helmstadt und Neckarbischofsheim frontal. Sieben Personen wurden dabei verletzt, zwei davon schwer.
Die B 292 ist bis in die Nacht zwischen Helmstadt und Neckarbischofsheim in beiden Fahrrichtungen gesperrt.
Betonmischer kommt in Kurve von Bundesstraße ab, überschlägt sich und kommt auf der Seite zum Liegen
Eingeschlossener und leicht verletzter Fahrer muss von Feuerwehr befreit werden - Große Mengen Kraftstoff ausgelaufen
20.04.26, 15:06 Uhr
Datum: Montag, 20. April 2026, ca. 12:00 Uhr
Ort: B246 bei Trebbin, Landkreis Teltow-Fläming, Brandenburg
(ah) Schwerer Unfall am Montagmittag auf der B246 bei Trebbin: Ein Betonmischer kam dort in einer langgezogenen Rechtskurve nach links von der Fahrbahn ab, überschlug sich und kam auf der Seite zum Liegen. Der Fahrer erlitt leichte Verletzungen und wurde im Inneren eingeschlossen. Feuerwehrleute mussten den Mann mit schwerem Gerät aus der Fahrerkabine befreien; er wurde anschließend in ein Krankenhaus gebracht.
Mehrere hundert Liter Kraftstoff liefen aus und gerieten ins Erdreich. An dem Lkw entstand Totalschaden. Weitere Ermittlungen zum Unfall laufen.
Frau findet zwei vom Dach gestürzte Marderbabys auf Terrasse und päppelt das überlebende Tier vorübergehend auf
Zweiter Marder überlebte den Sturz nicht - Frau kann das Jungtier in Kürze an Jägerin übergeben, die es weiter aufziehen will - "ich finde, du bist verpflichtet, da zu helfen"
20.04.26, 08:29 Uhr
Datum: Montag, 20. April 2026
Ort: Sonthofen, Landkreis, Bayern
(ah) Herzzerreißender Fund: Elke Bauer fand am Samstagabend nach einer Wanderung plötzlich zwei Marderbabys, die offenbar vom Nest auf dem Dach gestürzt waren, auf ihrer Terrasse. Sofort kümmerte sich die Tierlibhaberin um die verletzten Jungtiere und führte zahlreiche Telefonate, um Unterstützung zu bekommen.
Während das eine Jungtier so schwer verletzt war, dass es am nächsten Morgen starb, konnte Elke Bauer das zweite Tier soweit wieder aufpäppeln, dass es offenbar eine reele Überlebenschance hat. Inzwischen hat sie auch Kontakt zu einer Jägerin und Marderexpertin aufnehmen können, die den jungen Marder aufnehmen und pflegen will.
In der Nacht zum Samstag 32-Jähriger bei einer Explosion in einer Fußgängerunterführung in Völklingen getötet worden – Zwei Männer schweben in Lebensgefahr – zwei weitere wurden schwer verletzt – Polizei hat die Sonderkommission "Glas" eingerichtet...
Polizei bittet Bevölkerung um Hinweise
19.04.26, 14:28 Uhr
Datum: Sonntag, 19. April 2026, 14:00 Uhr
Ort: Völklingen, Regionalverband Saarbrücken,, Saarland
(th) Ein 32-jähriger Mann ist in der Nacht zu Samstag bei einer Explosion getötet worden. Der Vorfall ereignete sich gegen 00:15 Uhr in einer Fußgängerunterführung in Völklingen. Vier weitere Männer im Alter von 31 bis 41 Jahren erlitten schwere und lebensgefährliche Verletzungen. Die genaue Ursache ist noch unklar. Die Polizei geht von menschlichem Handeln aus und hat eine Sonderkommission eingerichtet.
Die Ermittler haben zur Aufklärung die Sonderkommission „Glas“ gegründet. Sie ermittelt mit Hochdruck in alle Richtungen. Aus ermittlungstaktischen Gründen werden derzeit keine näheren Angaben gemacht. Die Identitäten der Opfer sind geklärt. Ihre Angehörigen wurden bereits informiert. Die Polizei bittet die Bevölkerung weiterhin um Mithilfe. Sie hat ein Hinweisportal für Fotos und Videos geschaltet.
Am Tag nach der Tat erinnern Blumen und Kerzen an der Unglücksstelle an die Opfer. Die rund 300 Meter lange Unterführung ist ein Tatort.
Markierungen der Spurensicherung sind überall sichtbar. Ein Freund des Getöteten kann die Tat nicht fassen. „Ich habe ihn erst vor drei Wochen kennengelernt“, sagte Günter Speicher. Er beschreibt das Opfer als „netten Kerl“. Niemand könne es glauben. „Wir wollten zum Fußballspielen gehen“, fügte er hinzu.
Die Explosion ereignete sich in einem Bereich, der als Treffpunkt bekannt ist. Völklingens Oberbürgermeister Stephan Tautz bestätigte, dass sich dort öfter Gruppen aufhielten. Anwohner hätten dies ebenfalls berichtet. Viele Menschen meiden die Unterführung inzwischen.
Bilder vom Samstag inklusive Tatortarbeit der Polizei finden Sie unter unserer News-Nr. 48755
Opel mit größerem Anhänger geriet ins Schlingern und wird dabei quer zur Bundesstraße auf die Seite geworfen - mit fünf Personen besetzter Opel kracht ungebremst in Anhänger und wird total zerstört - vier Schwerverletzte, zwei Leichtverletzte
Im Anhänger geladenes Chlor und Moosentfernungsmittel laufen auf die Fahrbahn - größere Bergungs- und Reinigungsarbeiten dauern bis in die Morgenstunden an - großes Aufgebot an Rettungskräften mit Hubschrauber war im Einsatz
19.04.26, 06:34 Uhr
Datum: Sonntag, 19. April 2026, 00:30 Uhr
Ort: Lahr, Ortenaukreis, Baden-Württemberg
(jb) Mehrere Verletze und hoher Sachschaden sind das Resultat eines Unfalls auf der B415 bei Lahr in der Nacht von Samstag auf Sonntag.
Gegen 00:30 Uhr fuhr eine 24 Jahre alte Frau mit einem Gespann, bestehend aus einem Pkw Opel und einem Zweiachsanhänger mit Planenaufbau, in Richtung Autobahn A5. Aus bislang ungeklärter Ursache geriet der Anhänger auf Höhe des Geländes der Landesgartenschau ins Schlingern und kam auf die Gegenfahrbahn. Ein entgegenkommender Pkw Fiat kollidierte mit dem Anhänger, der dabei komplett auf die Seite geworfen wurde.
Der Pkw Opel war mit fünf Personen besetzt. Die 24 Jahre alte Fahrerin sowie zwei 29 Jahre alte Mitfahrer und eine 35 Jahre alte Mitfahrerin wurden schwer verletzt. Ein 13 Jahre alter Mitfahrer wurde leicht verletzt. Der 30 Jahre alte Fahrer des Fiat wurde leicht verletzt. Nach einer Erstversorgung durch Rettungskräfte vor Ort wurden alle Verletzten zur weiteren Behandlung in umliegende Krankenhäuser gebracht.
Im Fiat transportiertes Moosentfernungsmittel und Chlor liefen in Folge des Unfalls auf die Fahrbahn und sorgten für entsprechende Geruchsbelästigung an der Unfallstelle.
Die B415 musste zwischen den Abzweigen Raiffeisenstraße und Freiburger Straße voll gesperrt werden. Alle beteiligten Fahrzeuge mussten abgeschleppt und die Fahrbahn gereinigt werden. Der entstandene Sachschaden wird auf 40.000 Euro geschätzt.
Neben Einsatzkräfte der Polizei und des Rettungsdienstes waren auch die Feuerwehr und Straßenmeisterei im Einsatz. Der Rettungshubschrauber ,,Christoph 11“ aus Villingen-Schwenningen war ebenfalls vor Ort. Die weiteren Ermittlungen zum Unfallhergang führt der Verkehrsdienst Offenburg.
Taucher versuchen Rettung mit Spülarbeiten - DLRG sichert Arbeiten der privaten Rettungsinitiative mit Booten ab - Kommt die entscheidende Rettung an Tag 19?
Wal hatte bei Probespülungen am Freitag reagiert
18.04.26, 11:15 Uhr
Datum: Samstag, 18. April 2026, 11:00 Uhr
Ort: Poel, Landkreis Nordwestmecklenburg, Mecklenburg-Vorpommern
(jb) In der Wismarer Bucht hat am Vormittag die entscheidende Phase zur Rettung des Buckelwals „Timmy“ begonnen. Einsatzkräfte der DLRG sind mit Booten in die Kirchsee ausgelaufen, um den bevorstehenden Einsatz von Spezialtauchern abzusichern. Der geschwächte Wal sitzt dort heute bereits den 19. Tag auf einer Sandbank fest. Nachdem am Freitag erste Probespülungen im Schlamm durchgeführt wurden, verzögerte sich der Start am Samstagmorgen zunächst. Zuletzt hatte der Wal am Freitag mit heftigen Flossenschlägen auf Annäherungsversuche reagiert, sich aber kurz darauf wieder beruhigt. Die Helfer versuchen nun, das Tier vorsichtig aus seiner Lage zu befreien. Ob der Buckelwal noch heute wieder in tieferes Fahrwasser geleitet werden kann, hängt laut Experten vom weiteren Verlauf der Spülarbeiten ab.
Leerstehende Doppelhaushälfte brennt lichterloh - Beamte aus Revier wenige Häuser weiter evakuieren Bewohner aus danebenliegendem Gebäude - 90 Einsatzkräfte bringen Feuer in der Nacht unter Kontrolle
Ermittlungen zur Brandursache laufen - niemand verletzt
18.04.26, 07:44 Uhr
Datum: Samstag, 18. April 2026, 01:00 Uhr
Ort: Simmern, Rhein-Hunsrück-Kreis, Rheinland-Pfalz
(jb) In Simmern im Rhein-Hunsrück-Kreis hat ein Großbrand in der Nacht auf Samstag einen größeren Feuerwehreinsatz ausgelöst. Gegen 1.10 Uhr meldeten Zeugen den Brand einer leerstehenden Doppelhaushälfte. Beim Eintreffen der Rettungskräfte stand der Dachstuhl des Gebäudes bereits in Flammen. Um eine Gefährdung der Anwohner auszuschließen, ließ die Polizei die direkt angrenzenden Häuser und Wohnungen umgehend räumen. Die Wache der Polizei befindet sich nur wenige Häuser entfernt. Nach Angaben des Wehrleiters der Verbandsgemeinde Simmern-Rheinböllen, Andreas Roth, gelang es den insgesamt 90 Einsatzkräften von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei, das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Ein Übergreifen der Flammen auf die benachbarte Bebauung konnte erfolgreich verhindert werden. Verletzte gab es nach aktuellem Kenntnisstand nicht. Die Brandursache ist derzeit noch unklar, ebenso liegen noch keine gesicherten Informationen zur Höhe des entstandenen Sachschadens vor. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei dauern an.
Knall kilometerweit zu hören – Einsatzkräfte finden Leichnam in Unterführung – Mindestens fünf Verletzte mit Rettungswagen abtransportiert – Umkreis einer Tankstelle weiträumig abgeriegelt – Feuerwehr errichtet beidseitigen Sichtschutz an Tunnel –...
Hintergründe noch unklar - Tatort liegt in der Nähe einer Tankstelle, die durch den Polizisten-Mord in die Schlagzeilen geraten war.
18.04.26, 02:44 Uhr
Datum: Samstag, 18. April 2026, 00:00 Uhr
Ort: Völklingen, Regionalverband Saarbrücken, Saarland
(jb) Großeinsatz nach rätselhaftem Tod im Tunnel: Im saarländischen Völklingen ist es in der vergangenen Nacht zu einer schweren Explosion gekommen. Gegen Mitternacht meldeten zahlreiche Bewohner einen extrem lauten Knall im Zentrum der Stadt, der nach Zeugenberichten noch in mehreren Kilometern Entfernung zu hören war. Einsatzkräfte entdeckten kurz darauf in einer Unterführung nahe einer Tankstelle mehrere Personen mit schweren Verletzungen. Wie das Landespolizeipräsidium mitteilte, konnte bei einem der Opfer nur noch der Tod festgestellt werden. Mindestens fünf Verletzte wurden mit Rettungswagen in umliegende Krankenhäuser gebracht; ob Lebensgefahr besteht, ist derzeit noch unklar. Die Feuerwehr sicherte den Tatort mit einem Sichtschutz ab. Spezialisten für Sprengstofftechnik und Diensthunde suchten den Tunnel nach weiteren Gefahrenquellen ab. Erst danach konnte die Kriminalpolizei mit der Sicherung der Spuren beginnen. Die Hintergründe der Explosion sowie die Identität der Opfer sind zum jetzigen Zeitpunkt noch völlig offen. Die Ermittlungen dauern an. Die Unterführung liegt in der nähe einer Aral-Tankstelle. Diese war jüngst durch den Polizistenmord von Völklingen in die Schlagzeilen geraten.
Ein Jahr nach Tod durch Polizeikugel: 1.500 Menschen demonstrieren bei Regen in Oldenburg für Lorenz A. und gegen Polizeigewalt, Rassismus, Racial Profiling und Vertuschung
Trauer, Wut und die Forderung nach Gerechtigkeit
17.04.26, 13:42 Uhr
Datum: Sonntag, 19. April 2026, 15:00 Uhr
Ort: Oldenburg, Niedersachsen
(ah/th) Rund 1.500 Menschen haben am Sonntagnachmittag in Oldenburg demonstriert. Sie gedachten des vor einem Jahr bei einem Polizeieinsatz getöteten Lorenz A. Die Teilnehmer forderten lückenlose Aufklärung und Gerechtigkeit. Zur Kundgebung auf dem Pferdemarkt hatte die "Initiative in Gedenken an Lorenz A." aufgerufen. Anschließend zog ein langer Demonstrationszug durch die Innenstadt.
Trotz des zeitweisem Regens war der Pferdemarkt gut gefüllt. Auf einer Bühne erinnerten Freunde an den Verstorbenen. Sie legten eine Schweigeminute für Lorenz ein. Zahlreiche Plakate mit Botschaften wie "Gerechtigkeit für Lorenz" umrahmten die Szenerie. Die Stimmung war emotional und kämpferisch. Viele Teilnehmer zeigten sich tief bewegt.
Redner kritisierten den Polizeieinsatz als unverhältnismäßig. Sie sprachen von institutionellem Rassismus und Racial Profiling. Es wurde an ähnliche Fälle von Polizeigewalt im Bundesgebiet erinnert. Die Redner forderten Konsequenzen für die verantwortlichen Beamten. Der Tod von Lorenz A. dürfe nicht folgenlos bleiben.
Nach der zentralen Kundgebung setzte sich der Demonstrationszug in Bewegung. Er führte vom Pferdemarkt durch die Oldenburger Fußgängerzone. Die Teilnehmer skandierten lautstark ihre Forderungen. Die Polizei begleitete den friedlichen Protest mit einem größeren Aufgebot. Es kam zu keinen Zwischenfällen.
Sperrmüll-Lkw gerät in Sackgasse in Brand
Feuerwehr muss Heckklappe gewaltsam öffnen - Zeitaufwändiger Einsatz
17.04.26, 12:12 Uhr
Datum: Freitag, 17. April 2026, ca. 07:45 Uhr
Ort: Krefeld, Nordrhein-Westfalen
(ah) Zeitaufwändiger Einsatz für die Krefelder Feuerwehr am Freitagmorgen: Im Laderaum eines Sperrmüll-Lkw, der auf einer Abholtour unterwegs war und sich in einer Sackgasse befand, war ein Feuer ausgebrochen. Kurz nach dem Eintreffen der Löschkräfte war klar, dass Sperrmüll in Brand geraten war, sodass die Einsatzkräfte sich schnell Zugangswege schaffen mussten und dafür die Heckklappe gewaltsam öffneten. Die brennende Ladung wurde schließlich mit Haken aus dem Laderaum gezogen und abgelöscht
Feuer auf Gelände eines Versanddienstleisters im Gewerbegebiet Am Nordkanal droht sich auszuweiten – Feuerwehr muss weitere Löschzüge nachfordern Mindestens sechs Fahrzeuge stehen in Flammen - ein Feuerwehrmann wird leicht verletzt
Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen - Brandursache noch unklar
17.04.26, 04:07 Uhr
Datum: Donnerstag, 16. April 2026, 23:00 Uhr
Ort: Willich, Landkreis Viersen, Nordrhein-Westfalen
(ch) Am Donnerstagabend ist die Feuerwehr Willich zu einem größeren Fahrzeugbrand in das Gewerbegebiet Am Nordkanal im Kreis Viersen ausgerückt. Auf dem Gelände eines Versanddienstleisters brannten mindestens sechs Transporter und kleine Lkw, teils in voller Ausdehnung.
Beim Eintreffen der Einsatzkräfte drohte sich das Feuer weiter auszubreiten. Deshalb mussten zwei weitere Löschzüge nachgefordert werden. Mit mehreren Strahlrohren gelang es der Feuerwehr schließlich, den Brand mit Wasser und Schaum unter Kontrolle zu bringen und zu löschen.
Bei dem Einsatz wurde ein Feuerwehrmann leicht verletzt. Weitere Verletzte wurden zunächst nicht bekannt.
Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Das Gelände ist videoüberwacht. Nach rund zwei Stunden war der Einsatz beendet.
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