NonstopNews
Reisebus wird Weiterfahrt wegen Bremsdefekt untersagt - Polizei kontrollierte zahlreiche Fern- und Reisebusse sowie Lkw - zahlreiche Beanstandungen
Wir haben Autobahnpolizist Toni Schidlowski einen Tag lang bei seiner Arbeit für die Sonderkontrollgruppe der Brandenburger Polizei über die Schulter geschaut - diverse O-Töne mit Fahrern, Reisenden und Polizisten
26.05.16, 0:00 Uhr
Datum: Donnerstag, 26. Mai 2016
Ort: A24, Raststätte Linumer Bruch, Fehrbellin, Landkreis Ostprignitz-Ruppin, Brandenburg
(sg) Die Reise an die Ostsee fand für die Passagiere eines Reisebusses ein jähes Ende auf der Raststätte an der A24. Im Rahmen einer Großkontrolle untersagte die Polizei dem Busfahrer aufgrund einer defekten Bremsanlage die Weiterfahrt und ordnete einen mehrstündigen Werkstattaufenthalt an. Die ratlosen Passagiere blieben zunächst auf der Raststätte zurück.
„Schlimmstenfalls kann passieren, dass die Bremsanlage für drei Bremsungen ausreicht, aber eine vierte Bremsung nicht mehr zum Ziel führt und das Fahrzeug ungebremst ins Stauende fährt oder auch aus einer Kurve fliegt“, schildert Toni Schidlowski von der Autobahnpolizei das Problem.
Locker schlendert Toni durch den Reisebus, doch sein wachsames Auge achtet dabei auf jedes Detail: Sind die Notausgänge gekennzeichnet und wo sind die Nothammer angebracht? Sind alle Passagiere angeschnallt? Dem erfahrenen Autobahnpolizisten von der Sonderüberwachungsgruppe der Polizei Brandenburg entgeht nichts. Und bei Sicherheitsverstößen versteht der sonst kumpelhaft erscheinende Beamte keinen Spaß. „Für uns ist das ein Erfolg. Nicht, dass es eine statistische Erfassung ist, sondern, dass wir hier eine eventuelle Zeitbombe aus dem Verkehr gezogen haben und - wenn man ganz weit voraus denkt – vielleicht auch ein paar Leben gerettet haben“, begründet Toni die Motivation von ihm und seinen Kollegen.
Und der rote Reisebus mit Ziel Ostsee war nur einer der insgesamt 25 beanstandeten Fahrzeuge, die die die Brandenburger Kontrolleure am Montag bei insgesamt 59 untersuchten Fahrzeugen bemängelten. Die Maßnahme richtete sich in erster Linie an Fern- und Reisebusse. Nach zahlreichen schweren Unfällen mit Lastwagen an Stauenden und diversen Berichten über Verstöße bei den immer beliebter werdenden Fernbussen wollte die Polizei mit der Aktion ein Zeichen setzen. Und das Ergebnis war nicht nur negativ. Insbesondere bei den Fernbussen scheinen die Unternehmen aus der negativen Berichten der Vergangenheit gelernt zu haben. Die überwiegende Zahl der Fernbusse war beanstandungsfrei und in gutem technischen Zustand. Anders sah es da mit einigen Lastwagen aus, die den Beamten im Rahmen der Kontrollaktion auffielen, weil diese meist einen viel zu geringen Abstand zu ihren Vordermännern hielten. Auch einige der Busfahrer hielten sich nicht immer an die Verkehrsordnung. So fiel ein dänischerer Reisebus durch ein waghalsiges Überholmanöver auf, durch das die nachfolgenden Fahrzeuge zu massiven Bremsmanövern genötigt wurden.
Die Buspassagierte beurteilten die Kotrollen überwiegend positiv. Zwar waren die Reisenden über die unfreiwillige Zwangspause etwas genervt, freuten sich aber, dass das Busreisen durch derartige Kontrollen hoffentlich in Zukunft noch sicherer werden wird.
Selbst die ertappten Fahrer nahmen es größtenteils gelassen, wenn Schidlowski und seine Kollegen wieder mal einen Strafzettel ausfüllten: „Es ist normalerweise kein Problem. Wir werden oft angehalten“, erklärt Brummi-Fahrer Torsten Jahnke. Über den gerade erhaltenen Punkt in Flensburg wegen zu geringen Abstand war er aber nicht ganz so erfreut, sah seinen Fehler aber ein.
Die NonstopNews-Bilder (Tag) und die O-Töne:
Teil 1: Buskontrolle und Auswahl von Fahrzeugen auf Autobahn
- Beamte kontrollieren Reisebus
- Polizist begutachtet Innenraum, Fahrwerk und Motor
- Fahrgäste warten auf Weiterfahrt
- Streifenwagen beobachtet vorbeifließenden Verkehr an Autobahn
- Streifenwagen verfolgt Bus und lost diesen zur Kontrollstelle
- Postbus wird kontrolliert
- Totale Kontrollstelle und Rastplatz
- Streifenwagen fährt wieder auf die Autobahn
- Nächster Fernreisebus wird gestoppt und kontrolliert
- O-Ton mit Uwe Heber, Busfahrer: „grundsätzlich ist es nicht das verkehrteste wenn man da zwischendurch mal kontrolliert, aber manchmal ist es nervig. Muss ich auch ganz eindeutig sagen. Meine Fahrer werden vielleicht zwei, drei Mal im Jahr kontrolliert. Ich achte auch darauf, dass so was nicht passiert. Generell mit den Bussen ist das immer so ´ne schwierige Sache, weil ich fahr keine Kartoffeln oder keine Steine oder sonst was. Wenn ich das sehe, wie manche Fahrzeuge unterwegs sind. Auch diese Abstandsgeschichte wo diese schweren Unfälle passiert sind. Da muss man viel härter durchgreifen. Also wenn ich das sehe, ich bin auch oft auf der Straße was da für ein Schindluder getrieben wird. Das ist nicht normal. Und das ist zwangsläufig. Ich bin konzentriert und ich habe kein ungutes Gefühl. Dann müsste ich was Anderes machen.
- O-Ton mit Jürgen Collin, Autobahnpolizei Walsleben, Sonderüberwachungsgruppe Polizeidirektion Nord: „meine Aufgabe ist jetzt erstmal auf die Busse zu achten, welche Busse für uns interessant sind. Und sollte jetzt ein Bus kommen, bei dem wir der Meinung sind, dass wir ihn kontrollieren sollten, dann werden wir hinterherfahren, uns diesen Bus hinten anhängen bis zur Kontrollstelle bringen und dort können die Kollegen an der Kontrollstelle den Bus kontrollieren. Jetzt haben wir noch einen Postbus. Dem werden wir jetzt hinterherfahren und uns dann davorsetzen und ihn dann kontrollieren. Ja, diesen Bus werden wir mitnehmen zur Kontrolle. Ich werde ihn nochmal über die Außenlautsprecher ansprechen, dass er das auch hört. Jetzt werden wir dem noch ein Zeichen geben. Die Möglichkeit, warum er langsamer wird, ist jetzt halt, dass er irgendwelche Unterlagen, die wir nicht sehen sollen, jetzt verstecken will oder irgendwas, was manipuliert wurde, jetzt noch in Ordnung bringen muss. Eine Kaffeemaschine, ein Laptop zum Beispiel, alles was so im Sichtfeld des Fahrers steht, was halt auch eine Ordnungswidrigkeit darstellen würde.“
Teil 2: Weitere Buskontrollen und Lkw werden wegen Verstößen gestoppt
- Reisebus aus Dänemark wird kontrolliert
- Fahrer wird in Streifenwagen verwarnt
- Polizist schreibt Protokoll
- ziviler Videowagen der Polizei
- Beamte schreiben Protokoll an Notebook
- Videowagen auf Autobahn unterwegs
- Überwachungsvideo wird ausgewertet (abgefilmt von Bildschirm)
- Lastwagen werden wegen Verstößen gestoppt und kontrolliert
- Videowagen stoppt Lkws und lost diese zur Kontrollstelle
- O-Ton mit Toni Schidlowski, Autobahnpolizei Walsleben Sonderüberwachungsgruppe Polizeidirektion Nord: „In dem Fall haben wir durch den Videowagen beobachtet, dass der Fahrer überholt hat ohne den nachfolgenden Verkehr zu beachten und deswegen mussten zwei Pkw bremsen und das haben wir per Videowagen festgehalten und jetzt versuchen wir uns mit dem Fahrer zu verständigen. Der Videowagen ist jetzt schon wieder unterwegs. Wir haben das Material gesichert und das wird hier zur Beweisaufnahme verwendet und von uns dann auch weiter dokumentiert. Der Bus war unterwegs auf der rechten Fahrspur Richtung Hamburg und wollte einen Sattelzug überholen, hat geblinkt, ist auf die Überholspur gefahren und hat dabei nicht den rückwärtigen Verkehr beachtet. Also hat zwei PKW, die beim Überholen schon waren, die mussten bremsen, damit sie mit ihm nicht kollidieren.“
- O-Ton mit Femke Semmler (links) & Luisa Koch, Busreisende: „nervig, weil man solange hier warten muss und nichts machen darf. Ja erstmal aufregend irgendwie. Aber es ist okay. Wir wurden jetzt auch nicht kontrolliert oder so. Die haben zwar gesagt man soll sich anschnallen und die Sachen hoch packen oder so falls man nochmal kontrolliert wird, aber es jetzt eher die viertel Stunde die verloren geht. Für uns ist das jetzt nicht so schlimm, weil wir keinen wirklichen Zug kriegen müssen oder noch einen nächsten Bus, aber für die die noch einen Anschluss brauchen ist es glaub ich echt doof. Also es ist besser ohne rausziehen. Also ist jetzt auch das erste Mal, dass ich rausgezogen worden bin. Auf der einen Seite ist es gut, den Fahrer so zu überprüfen, dass der nicht zu viel fährt. Das finde ich schon okay. Also ich habe jetzt auch kein schlechtes Gefühl, wenn ich mit dem Bus fahre. Also ich habe jetzt auch keine Angst, wenn ich mit dem Bus oder dem Zug fahre. Ist mir eigentlich egal.“
- O-Ton mit Torsten Jahnke, LKW-Fahrer: „ist normalerweise kein Problem. Wir werden oft angehalten. Und jetzt ist es zwar scheiße, weil ich einen Punkt kriege aber muss ich mit Leben. Ich habe gedacht er wäre weiter weg gewesen. Man kann es zwar durch die Begrenzungspfeiler sehen, aber erst war er schneller als ich, dann wurde er langsamer. Ja und dann bin ich rangefahren. Ja wegen Terminfrachten. Da entsteht der Druck denn. Da schnell hin, da schnell hin. Ich habe einen Abstandswarner da drinnen. Bloß wenn vor mir ein PKW reinzieht oder so, denn geht der voll in die Knie. Deswegen habe ich den auch ausgeschaltet. Ansonsten mit LKW zu LKW funktioniert das eigentlich, aber ich habe ihn ausgeschaltet, aber passiert. Wenn der hinter mir nicht aufpasst dann hängt der hinten drin. Habe ich alles schon gehabt. Der geht voll in die Knie dann der LKW. Deswegen habe ich ihn rausgenommen“
Teil 3: Mangelhafter Reisebus wird kontrolliert und Weiterfahrt untersagt
- Reisebus und Fernbus werden kontrolliert
- Lkw-Fahrer wird verwarnt
- Fahrerkarte wird ausgelesen
- Polizisten begutachten defekte Bremsanlage bei Reisebus
- O-Ton mit Tino Liese, LKW-Fahrer: „Ertappt! Wie gesagt. Fehler – kann passieren. Soll nicht passieren, kann passieren. Ich bin zu dicht raufgefahren. Ist nun mal so. Naja was soll ich dazu sagen? Es gibt Leute, die übertreiben und es gibt Leute, die vernünftig fahren. Wenn du einen vor dir hast, der so übertreibt wie er, voll ran kriechen bei dem anderen, voll ran kriechen bei dem Vordermann und dann wieder bremsen. Dann läufst du ja automatisch mit auf. Was willst du machen? Dann biste mit drin, dann steckst du, aber wie gesagt. Was kannst du machen? Mit den ganzen Unfällen ich meine klar, könnte man noch mehr kontrollieren. Weil die Fahrer meist alle übermüdet sind, keine Ahnung. Ja, was soll ich sagen? Wir haben alle auch Familie. Da bist du froh, wenn du heile nach Hause kommst und emotional, muss ich sagen, ist es schon scheiße. Da fühlt man absolut scheiße als Kraftfahrer. Weil wir stehen jetzt wieder im dunklen Licht drin, weil es immer heißt nur wir, wir, wir. Aber im Endeffekt, nobody is perfect. Ich habe auch einen Kollegen verloren, auch tödlich und das ist schon heftig. Ich fahre ja jetzt schon ziemlich lange und wir haben uns zehn Jahre gekannt. Er war zwei Jahre jünger wie ich. Er war ein litauischer Fahrer, hat die Kontrolle verloren übers Fahrzeug und ist direkt tot gewesen. Hat den noch runtergelenkt von der Autobahn. Ja gut, wie gesagt. Da möchte ich auch nicht weiter drauf eingehen. Das ist schon schwer genug gewesen. Aber das hier, wie gesagt. Alles okay. Sollte nicht passiert, ist passiert.“
- O-Ton mit Matthias Richert, Busfahrer: „ja, es ist im Endeffekt schon ein komisches Gefühl, wenn man so einen Streifenwagen am Straßenrand sieht, der dann losrollt. So ging es mir eben auch, da dachte ich gut, jetzt bist du fällig. Auf der anderen Seite lässt man alles so sekundenweise Revue passieren. Es ist alles okay, die Papiere sind alle da, Karte ist okay, Uhrzeiten sind eingehalten worden, der Bus ist technisch okay also kann dir im Endeffekt nichts passieren. Wir hatten eh vor, hier zu halten, deswegen ist es für uns auch kein Zeitverlust in dem Sinne. Ich finde es ist eine gute Sache. Es muss kontrolliert werden. Ich finde, so was könnte teilweise mehr kontrolliert werden. Es wird zum Teil noch zu viel Schindluder betrieben, es gibt noch zu viele schwarze Schafe und ich habe da überhaupt gar kein Problem mit. Jetzt von mir aus gehend, ich kann jetzt nicht für alle Busfahrer sprechen, habe ich festgestellt, die Zunahme im Schwerlastverkehr ist enorm. Das Problem für uns als Bus ist, dass der LKW fast genauso schnell wie der Bus mittlerweile ist, obwohl er ja eigentlich viel langsamer sein müsste. Bei uns ist technisch bei hundert km/h leider abgeriegelt. Bei dem LKW ist das leider nicht so. Deswegen haben wir auch schwere Probleme zu überholen und werden teilweise auch von LKWs überholt, was eigentlich gar nicht möglich ist. Und wir kriegen auch viel mit, da wir die gleiche Sichthöhe wie die haben, kriegen wir so mit, was in den Fahrerkabinen so abgeht. Da ist Handy-Gespiele, Laptop- Gespiele, Unachtsamkeit, schwanken. Vorhin hatten wir das erst wieder. Schwankender LKW, da war der Hänger schon fast auf meiner Seite. Es ist dramatisch und ich denke aber auch, dass die Fahrer da sehr unter Druck stehen. Das ist in der Branche sicherlich viel extremer als es bei uns Busfahrerin ist. Wir sind ein Unternehmen aus Gotha, Thüringen. Ich habe in Halle geladen und wir fahren jetzt nach Warnemünde. Drei Tage, Mittwoch geht es wieder zurück. Nicht ganz so gut meinen Fahrgästen gegenüber, da ich natürlich auch ein zeitliches Verlangen habe. Wir haben um 15 Uhr in Warnemünde einen großen Empfang, wo einige extra für anreisen. Den Termin können sie jetzt im Endeffekt jetzt abhaken. Und es ist irgendwo schon nicht so ein schönes Gefühl, muss ich ehrlich sagen. Und ich meine, ich muss auch ehrlich sagen, ich bin den Bus die ganze letzte Woche gefahren ich bin ihn am Samstag gefahren, da waren wir an der polnischen Ostsee. Wenn da wirklich jetzt technisch irgendwas gewesen wäre, hätte ich das schon lange gemerkt. Ich fahre ja nun nicht den ersten Tag. Auf der einen Seite finde ich das okay auf der anderen Seite, drei Stunden, dass auch den Fahrgästen zuzumuten. Wenn es jetzt irgendwas Gravierendes wäre, wenn jetzt irgendwas fest gewesen oder so, dann könnte ich es noch nachvollziehen. Man hätte auch so einen Mängelgutschein machen können, wie im PKW-Bereich machen können, sagen können: Hier kontrolliert das in ner Werkstatt, innerhalb einer Woche, stellt den Bus wieder vor. Dann wäre es im Endeffekt auch gut gewesen. Ja gut, müssen wir jetzt durch nützt nichts, gute Miene zum bösen Spiel.“
- O-Ton mit Beatrix Lindeblatt, Busreisende: „ja, ich hab die Erfahrung auch gemacht. Ich glaub, ich habe es auch ein bisschen gehört wie unser Fahrer das erzählt hat. Es ist schon dramatisch was auf deutschen Straßen unterwegs ist an Gefahren. Ich fahre jeden Tag mindestens hundert Kilometer. Vorwiegend auch Autobahnen. Da wird dir himmelangst. Du vermeidest das auch, dran vorbei zu fahren. Ich finde das super, weiter so.“
- O-Ton mit Toni Schildlowski, Autobahnpolizei Walsleben Sonderüberwachungsgruppe Polizeidirektion Nord: „ja, wir haben hier einen Reisebus, der ist unterwegs von Dresden Richtung Norden. Wir haben einen Defekt an der Bremsanlage festgestellt und den werden wir jetzt technisch untersuchen lassen. Ihr hört im Hintergrund so ein zischendes Geräusch, das ist ein Druckregler von der Bremsanlage. Hört sich in der Regel immer ein bisschen anders an als diese permanenten Geräusche. Wir haben Flüssigkeiten am Bremssystem, die austreten und das ist ein technischer Mangel dem wir erstmal auf den Grund gehen werden. Wir werden jetzt zu Gutachter fahren in der Werkstatt und uns die Sache zusammen anschauen. Die dürfen mit dem Bus jetzt nicht weiter mit, bis wir die Sache geklärt haben. Wir gehen mal grob von drei Stunden aus. Wenn wir gut sind, sind wir dann durch. Wir fahren jetzt erstmal zur nächstgelegenen Werkstätte. Dort wurde ein Gutachter schon hinbestellt. Wenn die Fahrgäste oder der Fahrer mit den Fahrgästen alles soweit geklärt haben setzten wir uns in unterwegs. Dann wird das Fahrzeug in der Werkstatt in eine Grube gefahren und werden wir einmal die komplette Bremsanlage durchtesten. Sollten die Mängel, die wir hier festgestellt haben, nicht bestätigt werden, dann kann die Weiterfahrt erstmal gestattet werden. Ansonsten wenn sie bestätigt werden durch einen Sachverständiger, dann werden wir die Weiterfahrt untersagen müssen und der Bus bleibt solange stehen, bis der Mangel behoben ist.“
Teil 4: weiterer O-Ton zum defekten Reisebus
- Beamte besprechen sich vor Streifenwagen
- Streifenwagen begleitet defekten Bus zur Werkstatt
- O-Ton mit Toni Schidlowski, Autobahnpolizei Walsleben Sonderüberwachungsgruppe Polizeidirektion Nord: „also, wir haben das Problem mit der Bremsanlage. Die muss für eine gewisse Anzahl von Bremsungen ausreichen. Reicht es nicht aus, haben wir das Problem, dass eventuell die Bremsung für das Stauende nicht mehr reicht und der Bus ungebremst dort reinfährt. Im Rahmen der Busunglücke, wo Bremsanlagen versagt haben, ist das hier die absolute Vorlage dafür. Der Fehler ist hier, dass ständig Druckluft aus dem System abweicht und der Kompressor ständig arbeiten muss. Darauf ist er nicht ausgelegt. Dieser Dauerbetrieb führt zu technischen Mängeln, die zur Beeinflussung der Bremsanlage bis zum Komplettausfall führen. Schlimmstenfalls kann passieren, dass die Bremsanlage für drei Bremsungen ausreicht, aber eine vierte Bremsung nicht mehr zum Ziel führt und das Fahrzeug ungebremst ins Stauende in eine Kurve gerät oder auch aus einer Kurve fliegt. Für uns ist das ein Erfolg. Nicht, dass es eine statistische Erfassung ist, sondern, dass wir hier eine eventuelle Zeitbombe aus dem Verkehr gezogen haben, und wer ganz weit voraus denkt, auch ein paar Leben gerettet haben.“
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Neue Luftrettungsstation für „Christoph Rheinland“ und „Christoph 3“ am Flughafen Köln/Bonn vorgestellt - Moderne Containerwache mit Hangar, Ruheräumen und Materiallager
Luftrettungsbasis ersetzt marode Unterkunft mit Nagerbefall - Millionenprojekt auf Giftmüllhalte konnte nie fertiggestellt werden da der Untergrund absackte
15.05.26, 16:19 Uhr
Datum: Freitag, 15. Mai 2026, 14:00 Uhr
Ort: Flughafen Köln/Bonn, Köln, Nordrhein-Westfalen
(jk) Am Flughafen Köln/Bonn ist am Freitag die neue Luftrettungsstation für die Hubschrauber „Christoph Rheinland“ und „Christoph 3“ offiziell vorgestellt worden. Die moderne Containerwache ersetzt die bisherigen, teils stark kritisierten Unterkünfte der Besatzungen. Zuvor waren die Crews nach eigenen Angaben unter schwierigen Bedingungen untergebracht. Unter anderem soll es Probleme mit Nagerbefall gegeben haben.
In der neuen Station sind nun beide Rettungshubschrauber an einem gemeinsamen Standort untergebracht. Direkt neben dem Hangar befinden sich Aufenthalts- und Ruheräume, Büros, Duschen sowie ein Lager für medizinisches Material. Dadurch entfallen zusätzliche Flüge zum Tanken oder zum nächtlichen Unterstellen der Maschinen an anderen Standorten. Diese kurzen Verlegungsflüge galten bislang auch als Belastung für die Turbinen der Hubschrauber.
Stationiert sind dort der Intensivtransporthubschrauber „Christoph Rheinland“ vom ADAC sowie der Rettungshubschrauber „Christoph 3“, der vom NRW-Innenministerium gestellt wurde. Während des Pressetermins kam es bereits zu Einsätzen: Hubschrauber landeten, wurden vorbereitet und starteten direkt weiter zum nächsten Notfall. Notwendig wurde der Neubau auch wegen des gescheiterten Projekts auf dem Kalkberg in Köln-Kalk. Dort sollte ursprünglich eine neue Luftrettungsstation entstehen. Das millionenschwere Vorhaben auf einer ehemaligen Giftmülldeponie wurde jedoch zum Problem: Der Untergrund sackte ab, das Gebäude konnte nie fertiggestellt werden. Nun hat die Luftrettung dauerhaft am Flughafen Köln/Bonn eine neue Heimat mit angeschlossenem Hangar erhalten.
Sechs Pkw und zwei Lkw kollidieren auf der A66 bei Schlüchtern - Zwölf Personen leicht verletzt
Fahrbahn aufgrund des Schauers plötzlich spiegelglatt - Ein Lkw dreht sich, ein Pkw durchbricht Seitenleitplanke - Feuerwehr: "Hier oben plötzlich Graupel, Fahrbahn sehr glatt"
15.05.26, 13:33 Uhr
Datum: Freitag, 15. Mai 2026, ca. 11:00 Uhr
Ort: A66 Fahrtrichtung Hanau, zwischen Schlüchtern-Nord und Schlüchtern-Süd, Landkreis, Hessen
(ah) Ein plötzlicher und heftiger Graupelschauer hat am Freitagvormittag einen Massenunfall auf der A66 bei Schlüchtern ausgelöst. Insgesamt waren sechs Pkw und zwei Lkw in den Unfall verwickelt. Der genaue Hergang ist noch nicht bekannt, jedoch kollidierten wurden die Beteiligten offenbar von der plötzlichen Glätte an der Stelle überrascht, woraufhin es zu den Kollisionen kam. Ein Pkw durchbrach die Seitenleitplanke und landete im Seitenraum, ein Lkw drehte sich und kam an der Leitplanke zum Stehen.
Zwölf Personen wurden leicht veletzt. Zahlreiche Rettungskräfte rückten an. Die Autobahn musste in Richtung Hanau zeitweise gesperrt werden. Es kam zu Verkehrsbehinderungen.
Fast vollbesetzter Seat kracht auf der A555 bei Ausweichmanöver in Leitplanke und fängt Feuer - Vier junge Insassen können sich gerade noch rechtzeitig retten - Nur Minuten später geht auf der A1 nach einer Kollision ein Opel in Flammen auf
Mehrere Leichtverletzte, enormer Schaden und stundenlange Vollsperrungen bei Unfällen im Rheinland
15.05.26, 05:08 Uhr
Datum: Donnerstag, 14. Mai 2026, 23:00 Uhr
Ort: A1 bei Burscheid und A555 bei Bornheim, Nordrhein-Westfalen
(ch) Fast zeitgleich haben am späten Donnerstagabend zwei Unfälle mit brennenden Autos auf Autobahnen im Rheinland für Vollsperrungen und Verkehrsbehinderungen gesorgt. Gegen 23 Uhr kam es zunächst auf der A555 bei Bornheim zu einem schweren Unfall, nur wenige Minuten später krachte es auf der A1 bei Burscheid.
Auf der A555 war ein mit vier jungen Menschen besetzter Seat Leon zwischen Bornheim und Wesseling auf dem Überholfahrstreifen unterwegs. Zur selben Zeit fuhr eine Frau mit einem VW Golf auf dem mittleren Fahrstreifen. Nach ersten Informationen der Polizei wollte die Golf-Fahrerin in Höhe des ehemaligen Rastplatzes „Im Eichkamp“ den Fahrstreifen wechseln und kam dabei sehr nah an den von hinten herannahenden Seat heran. Der Seat-Fahrer versuchte noch auszuweichen, verlor dabei jedoch die Kontrolle über seinen Wagen und prallte in die Mittelleitplanke. Der Leon drehte sich und blieb schwer beschädigt auf der Autobahn stehen. Eine direkte Kollision zwischen Golf und Seat gab es nach bisherigen Erkenntnissen nicht.
Die vier Insassen hatten Glück im Unglück. Sie konnten sich eigenständig aus dem Fahrzeug befreien, kurz darauf fing der Seat Feuer. Als die Feuerwehr Bonn eintraf, stand der Wagen bereits in Vollbrand. Mit Wasser und Schaum konnten die Einsatzkräfte die Flammen schnell unter Kontrolle bringen. Die Insassen klagten später teilweise über Kopfschmerzen und wollten sich eigenständig in einem Krankenhaus untersuchen lassen. Angehörige holten sie an der Autobahn ab. Die Golf-Fahrerin hatte den Unfall im Rückspiegel bemerkt, fuhr an der Anschlussstelle Wesseling ab und kehrte anschließend über die reguläre Fahrtrichtung wieder zur Unfallstelle zurück. Während der Löscharbeiten musste die Richtungsfahrbahn voll gesperrt werden. Später konnte der aufgestaute Verkehr über den rechten Fahrstreifen und die Standspur an der Unfallstelle vorbeigeleitet werden. Der vollständig ausgebrannte Seat wurde abgeschleppt.
Nur rund zehn Minuten später kam es auch auf der A1 bei Burscheid zu einem ähnlichen Unfall. Zwischen dem Autobahnkreuz Leverkusen und der Anschlussstelle Burscheid kollidierten auf der Talbrücke Lambertsmühle aus bislang ungeklärter Ursache ein Opel, ein Audi und ein Hyundai. Mehrere Fahrzeuge prallten dabei auch in die rechte Leitplanke, Trümmerteile verteilten sich über die Fahrbahn. Der Opel geriet nach dem Zusammenstoß in Brand und stand beim Eintreffen der Feuerwehr lichterloh in Flammen. Die Einsatzkräfte konnten das Feuer zügig löschen. Der Fahrer des Opel und der Fahrer des Audi wurden leicht verletzt und kamen in Krankenhäuser.
Auch auf der A1 musste die Richtungsfahrbahn während der Löscharbeiten und der Unfallaufnahme voll gesperrt werden. In der Gegenrichtung kam es zeitweise ebenfalls zu Verkehrsbehinderungen. Die Autobahnpolizei hat die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang aufgenommen. Für die aufwendigen Reinigungsarbeiten durch die Autobahnmeisterei mussten mehrere Fahrspuren gesperrt bleiben.
Auto fährt an Schiffsanlegestelle in den Neckar und versinkt - Fahrer kann sich selbst retten, an Land schwimmen und den Notruf wählen - großes Aufgebot an Rettungskräften rückt an - Taucher suchen in der Nacht stundenlang nach versunkenem Autowrack
Autofahrer wird vorsorglich vom Rettungsdienst behandelt - Polizei spricht von versehentlichem Unfall mit glimpflichem Ausgang für den Fahrer - Ermittlungen dauern an
15.05.26, 01:37 Uhr
Datum: Donnerstag, 14. Mai 2026, 23:00 Uhr
Ort: Bad Rappenau - Heinsheim, Landkreis Heilbronn, Baden-Württemberg
(ch) Dramatische Szenen haben sich am späten Donnerstagabend in Heinsheim bei Bad Rappenau im Landkreis Heilbronn abgespielt:
Gegen 23 Uhr ist an der Schiffsanlegestelle in der Neckarstraße ein Auto plötzlich und laut Polizei versehentlich in den Neckar gefahren und versunken. Innerhalb weniger Minuten rückten zahlreiche Rettungskräfte zu dem Großeinsatz aus.
Der Fahrer konnte sich noch rechtzeitig selbst aus dem Fahrzeug retten und ans Ufer gelangen, so ein Sprecher der Polizei. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte war die Person ansprechbar, wurde aber zur weiteren Untersuchung in eine Klinik gebracht.
Das Fahrzeug befand sich in der Nacht weiterhin im Neckar. Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei waren mit einem Großaufgebot vor Ort. Auch Taucher und mehrere Boote kamen zum Einsatz, um das Fahrzeug im Wasser zu lokalisieren.
Die aufwendigen Such- und Bergungsarbeiten dauerten bis tief in die Nacht hinein an. Wie es zu dem Unfall kommen konnte, ist derzeit noch unklar. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.
Unachtsamkeit in Kurve führt zu schwerem Verkehrsunfall mit 40.000 Euro Schaden im Vogelsbergkreis
Zwei Autos nur noch Schrottwert – Wichtige Verbindungsstraße für Stunden voll gesperrt
14.05.26, 18:47 Uhr
Datum: Donnerstag, 14. Mai 2026, 14:55 Uhr
Ort: Grebenau, Vogelsbergkreis, Hessen
(th) Bei einem schweren Verkehrsunfall sind am Donnerstagnachmittag drei Personen verletzt worden. Der Unfall ereignete sich auf der Landstraße 3161 nahe Grebenau. Ein 38-jähriger Autofahrer geriet nach Polizeiangaben aus Unachtsamkeit auf die Gegenfahrbahn. Dort stieß er frontal mit einem entgegenkommenden Pkw zusammen. Die Feuerwehr musste eine Person aus einem der Wracks befreien.
Der 38-jährige Unfallverursacher befuhr die L3161 von Grebenau in Richtung Udenhausen. Am Ende einer Rechtskurve verlor er die Kontrolle über sein Fahrzeug. Sein Wagen prallte frontal in das Auto eines 64-jährigen Mannes. Dessen Fahrzeug wurde gegen die Leitplanke geschleudert. Das Auto des Verursachers landete im Straßengraben. An beiden entstand Totalschaden.
Die Feuerwehr war mit 33 Kräften vor Ort. "Zum Glück war eine Person nur eingeschlossen", so Feuerwehrchef Christoph Schwarz. "Die konnten wir dann durch Entfernen der Fahrertür befreien." Der 64-jährige Fahrer wurde mit dem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen. Seine Beifahrerin und der Unfallverursacher erlitten leichte Verletzungen. Ein weiterer Mitfahrer kam zur Kontrolle ins Krankenhaus.
Der Sachschaden beträgt mindestens 40.000 Euro. Die Landstraße war für die Rettungsarbeiten voll gesperrt. Für die Feuerwehr Grebenau sei ein solcher Einsatz nicht alltäglich, sagte Schwarz. Dennoch sei alles relativ glimpflich ausgegangen. "Das hätte hier auf dem Stück anders ausgehen können", so der Feuerwehrchef.
Gefährlicher Fund an Christi Himmelfahrt – Erneut Paraffin an Nordseestrand gespült – Großflächige Verunreinigung – Erinnerungen an Mai 2025
Gefahr für Vögel und Hunde
14.05.26, 16:12 Uhr
Datum: Donnerstag, 14. Mai 2026, 16:00 Uhr
Ort: Norderney, Landkreis Aurich, Niedersachsen
(th) Am Himmelfahrtstag haben Strandbesucher auf Norderney eine böse Überraschung erlebt. Unbekannte haben erneut große Mengen weißer Paraffin-Klumpen im Meer verklappt. Die wachsartigen Brocken wurden mit dem morgendlichen Hochwasser an den Stränden der Insel angespült. Bereits im Mai 2025 kam es zu einem ähnlichen Vorfall. Die Herkunft der Substanz ist bislang unklar.
Die angespülten Paraffin-Klumpen bedecken teilweise große Strandabschnitte. Bei dem Material handelt es sich um ein wachsartiges Nebenprodukt. Es wird bei der Reinigung von Schiffstanks freigesetzt. Die Entsorgung auf See ist illegal. Für die Tierwelt stellt das Paraffin eine ernste Bedrohung dar.
Vögel können die weißen Klumpen mit Nahrung verwechseln. Fressen sie das Paraffin, kann es zu inneren Verletzungen führen. Auch für Hunde besteht eine Gefahr beim Verschlucken. Behörden warnen deshalb Spaziergänger. Sie sollen ihre Hunde an der Leine führen und aufmerksam sein.
Drei Jugendliche bei Crash mit VW Golf schwerverletzt – Auto kracht auf Heimfahrt gegen Bushaltestelle – Fahrer flüchtet offenbar alkoholisiert zu Fuß
17-jähriges Mädchen wird bei Aufprall aus Fahrzeug geschleudert – Polizei fahndet nach flüchtigem Fahrer – Autobesitzer hatte eigentlich laut Zeugenberichten nach Alkoholkonsum den Autoschlüssel an Bekannten abgegeben, war dann aber wohl doch gefahren
14.05.26, 02:15 Uhr
Datum: Donnerstag, 14. Mai 2026, 02:15 Uhr
Ort: Grebenhain, Vogelsbergkreis, Hessen
(sg) Ein schwerer Verkehrsunfall hat am frühen Donnerstagmorgen im Grebenhainer Ortsteil Vaitshain drei junge Menschen verletzt. Gegen 02:15 Uhr war ein VW Golf auf der Grebenhainer Straße in Fahrtrichtung Nösberts-Weidmoos unterwegs, als der Wagen nach bisherigen Erkenntnissen aus noch ungeklärter Ursache von der Fahrbahn abkam. Das Auto kollidierte zunächst mit einem Grundstückszaun und prallte anschließend gegen eine Bushaltestelle.
Nach Angaben der Polizei befanden sich zum Unfallzeitpunkt vier Personen in dem Pkw. Drei Insassen wurden durch den heftigen Aufprall verletzt, mindestens eine Person davon schwer. Bei den Verletzten handelt es sich um zwei 17-Jährige Mädchen und einen 18-Jährigen aus den Gemeinden Neuhof und Steinau an der Straße. Rettungskräfte brachten die jungen Insassen zur weiteren medizinischen Versorgung in verschiedene Krankenhäuser. Eines der beiden Mädchen war beim Unfall offenbar aus dem Fahrzeug geschleudert worden. Sie sollte aufgrund des an der Unfallstelle diagnostizierten Verletzungsmuster eigentlich mit Hilfe eines nachtflugfähigen Rettungshubschraubers transportiert werden. Die Maschine konnte aber aufgrund des schlechten Wetters an der Unfallstelle nicht landen und musste wieder abdrehen.
Der mutmaßliche Fahrer des VW Golf entfernte sich nach dem Unfall zu Fuß von der Unfallstelle. Nach bisherigen Informationen ist seine Identität den Ermittlern offenbar bekannt, er war zunächst jedoch weiter flüchtig. Die Polizei suchte nach dem jungen Mann und setzte ihre Ermittlungen zum genauen Unfallhergang fort. Am Unfallort kam auch eine Drohne zum Einsatz, da nicht ausgeschlossen werden konnte, dass sich der mutmaßliche Fahrer noch verletzt im Umfeld der Unfallstelle befindet. Die Suche blieb aber erfolglos.
Nach Informationen aus dem Umfeld des Geschehens sollen die Insassen zuvor von einer 90er-Party am Vorabend des Vatertags gekommen sein. Zeugen berichteten zudem, dass der mutmaßliche Fahrer wegen Alkoholkonsums den Fahrzeugschlüssel zunächst an einen nüchternen Bekannten abgegeben haben soll. Aus bislang ungeklärten Gründen soll er später dennoch selbst gefahren sein. Diese Angaben sind derzeit Gegenstand der Ermittlungen und waren zunächst nicht offiziell bestätigt.
Der VW Golf wurde bei dem Unfall so stark beschädigt, dass die Polizei von einem wirtschaftlichen Totalschaden ausgeht. Auch der Grundstückszaun und die Bushaltestelle wurden erheblich beschädigt. Den Gesamtschaden beziffert die Polizei auf rund 70.000 Euro.
Die Polizei bittet Zeugen, die Hinweise zum Unfallgeschehen oder zum flüchtigen Fahrer geben können, sich bei der Polizeistation Lauterbach unter der Telefonnummer 06641/971-0 zu melden.
2.000 Besucher zu Himmelfahrt in Arle – Beim traditionellen Pultstockspringen geht es mit langen Stäben über den Graben – Die inoffizielle ostfriesische Meisterschaft ist ein Spektakel für die ganze Familie – Nicht jeder Springer erreicht das Ufer trocken
Feucht-fröhlicher Volkssport mit langer Tradition
13.05.26, 10:05 Uhr
Datum: Mittwoch, 13. Mai 2026, 10:00-15:00 Uhr
Ort: Großheide-Arle, Landkreis Aurich, Niedersachsen
(th) Zweitausend Schaulustige und zahlreiche wagemutige Teilnehmer werden am Donnerstag in Arle erwartet. Dort findet an Christi Himmelfahrt die traditionelle Meisterschaft im Pultstockspringen statt. Ziel ist es, mit einem langen Stab einen breiten Wassergraben zu überqueren. Das Spektakel lockt jedes Jahr zahlreiche Feiernde nach Ostfriesland. Viele Springer landen dabei unfreiwillig im kühlen Nass.
Das Pultstockspringen besitzt in Ostfriesland eine lange Geschichte. Die von Gräben durchzogene Landschaft zwang die Menschen früher zu kreativen Lösungen. Ein langer Stab war oft die schnellste Abkürzung. So konnten weite Wege ohne nahe Brücke einfach überwunden werden. Diese Notwendigkeit entwickelte sich über die Jahre zu einem beliebten Volkssport.
Auch in den benachbarten Niederlanden kennt man diese Tradition. Dort heißt der Sport Fierljeppen und erfreut sich großer Beliebtheit. In Arle steht jedoch der Spaß im Vordergrund. Jeder Besucher darf sein Glück versuchen. Zur Belustigung der Zuschauer geht dabei mancher Sprung daneben.
Starke Schneefälle überziehen höhere Lagen im Oberallgäu mit zentimeterdicker Schicht
Winterlicher Anblick mitten im Frühling - Anwohnerin: "Es ist zwar schön, aber ein bisschen nervig"
12.05.26, 07:51 Uhr
Datum: Dienstag, 12. Mai 2026, ca. 07:30 Uhr
Ort: Missen und Umgebung, Landkreis Oberallgäu, Bayern
(ah) Die Eisheiligen bringen den Winter zurück: Starke Schneefälle haben am Dienstagmorgen die höheren Lagen im Oberallgäu mit einer mehrere Zentimeter dicken Schicht überzogen, sodass sich oberhalb von rund 800 Metern, etwa in Missen-Wilhams, mitten im Frühling ein wahrhaft winterlicher Anblick bot.
Hausdächer, Straßen und Autos waren stark verschneit. Anwohner mussten ihre Fahrzeuge freiräumen, auch der Winterdienst war im Einsatz.
Dachkonstruktion und Garagen von Wohnhaus stehen bei Eintreffen der Feuerwehr in hellen Flammen – 100 Einsatzkräfte verhindern Übergreifen auf andere Wohnhäuser – Schwierige Wasserversorgung zu Einsatzbeginn – Drohnengruppe spürt Glutnester aus der...
Polizei hat die Ermittlungen zur bislang ungeklärten Brandursache aufgenommen
12.05.26, 05:01 Uhr
Datum: Dienstag, 12. Mai 2026, 00:30 Uhr
Ort: Beelitz, Landkreis Potsdam-Mittelmark, Brandenburg
(jb) In der Nacht zu Dienstag hat ein Brand in Beelitz ein als Werkstatt und Lager genutztes Gebäude vollständig zerstört. Nach Angaben der Feuerwehr wurden die Einsatzkräfte gegen 00.33 Uhr zunächst zu einem Kleinbrand alarmiert, stellten jedoch beim Eintreffen den Vollbrand des Objekts fest. Nach ersten Erkenntnissen wurde das Gebäude auf einem Privatgrundstück als Elektro-Werkstatt, Lager und Garage genutzt; es war nicht bewohnt. Das Feuer weitete sich schnell auf die gesamte Dachkonstruktion sowie angrenzende Garagen aus. Eine benachbarte Garage wurde durch die Hitzeentwicklung beschädigt. Ein Übergreifen der Flammen auf Wohnhäuser konnte durch die Feuerwehr verhindert werden. Insgesamt waren knapp 100 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Beelitz, Seddiner See und Treuenbrietzen mit 18 Fahrzeugen vor Ort. Unterstützt wurden die Löscharbeiten durch eine Drehleiter sowie eine Drohnengruppe des Landkreises zur Lokalisierung von Glutnestern. Die Wasserversorgung gestaltete sich laut Einsatzleitung anfangs schwierig. Personen kamen nach aktuellem Stand nicht zu Schaden. Die Höhe des Sachschadens sowie die Brandursache sind noch unklar. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen.
55-jährige Bewohnerin bei Brand in Wohnhaus ums Leben gekommen – Nachbarn hörten lauten Knall und alarmierten die Feuerwehr – Brandursache noch unklar
Großeinsatz für die Rettungskräfte
11.05.26, 19:52 Uhr
Datum: Montag, 11. Mai 2026, 17:00 Uhr
Ort: Großrosseln-Karlsbrunn, Regionalverband Saarbrücken, Saarland
(th) Am Montagnachmittag kam es in Großrosseln-Karlsbrunn zu einer tödlichen Verpuffung. Eine 55-jährige Frau starb dabei in ihrem Wohnhaus. Nachbarn hatten gegen 17:00 Uhr einen lauten Knall gehört. Sie verständigten sofort den Notruf. Die Ursache für das Unglück ist noch unklar. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.
Beim Eintreffen der Einsatzkräfte drang dichter Rauch aus dem Gebäude. „Als die Feuerwehr eingetroffen ist, war das Gebäude schon komplett verraucht“, so Feuerwehr-Pressesprecher Markus Dincher. Feuerwehrleute gingen sofort unter Atemschutz in das Haus. Sie suchten nach vermissten Personen. Im Keller fanden sie die leblose Bewohnerin. Ein Notarzt konnte nur noch ihren Tod feststellen. Eine Reanimation war nicht mehr möglich.
Die Feuerwehr brachte den Brand im Keller schnell unter Kontrolle. Markus Dincher warnt Ersthelfer eindringlich vor den Gefahren. „Wenige Züge genügen, um daran zu sterben“, erklärt der Sprecher zur Gefahr von Rauchgasen. Helfer sollten niemals ohne Schutzausrüstung in verrauchte Gebäude gehen. Man bringe sich sonst selbst in Lebensgefahr.
Direkt nach den Löscharbeiten begannen Brandermittler mit ihrer Arbeit. Der Auslöser für die Verpuffung ist bislang unbekannt. Ein Sprecher der Polizei rechnet im Laufe des Dienstags mit ersten Ergebnissen. Notfallseelsorger betreuten vor Ort Angehörige und Einsatzkräfte. Insgesamt waren rund 60 Kräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei im Einsatz.
Muldenkipper stürzt auf Baustelle der Grumbachtalbrücke seitlich ab – Ersthelfer befreien Fahrer aus Kabine – Feuerwehr verhindert Umweltkatastrophe durch auslaufende Betriebsstoffe?
Schwerverletzter in Klinik – Spezialkran zur Bergung angefordert – 60 Einsatzkräfte vor Ort
11.05.26, 15:32 Uhr
Datum: Montag, 11. Mai 2026, 13:30 Uhr
Ort: A6 St. Ingbert, Saarpfalz-Kreis, Saarland
(th) Am Montagnachmittag ist auf der Baustelle der Grumbachtalbrücke an der A6 ein schwerer Unfall passiert. Gegen 13:30 Uhr kippte ein Bauschuttlaster beim Rangieren auf einem Hügel um. Der Fahrer wurde dabei in seinem Führerhaus eingeschlossen und schwer verletzt. Ersthelfer befreiten den Mann, bevor der Rettungsdienst eintraf. Er kam zur Behandlung in ein Krankenhaus.
Die erste Meldung klang dramatisch. Ein Absturz von der Brücke wurde befürchtet. Florian Jung, Pressesprecher der Feuerwehr St. Ingbert, bestätigte: "Gegen 13.30 Uhr ist hier ein Vierachser-Muldenkipper umgestürzt." Vor Ort war die Lage anders. Der Laster war im weichen Untergrund seitlich abgesackt und umgekippt. Glücklicherweise waren Ersthelfer schnell zur Stelle. "Beim Eintreffen der Feuerwehr war der Fahrer aber bereits durch Ersthelfer aus dem Fahrzeug gerettet worden", so Jung.
Die Stadtpolizei St. Ingbert versorgte den Verletzten medizinisch bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes. Der Fahrer war ansprechbar, musste aber stationär aufgenommen werden. Aus dem umgekippten Laster liefen Diesel und Hydrauliköl aus. Die Feuerwehr sicherte die Unfallstelle und verhinderte eine Umweltgefahr. "Parallel wird hier aber auch Gewässerschutz betrieben. Hier wurde soeben eine Ölsperre ausgebracht", erklärte Pressesprecher Jung.
Für die Bergung des Kippers wird ein Spezialkran benötigt. Rund 60 Kräfte von Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienst und Umweltamt waren im Einsatz. Die Maßnahmen der Feuerwehr sind vorerst abgeschlossen. Die Bergung des Lasters steht noch aus.
Rund 500 Schafe laufen quer durch Wohngebiet und über Bundesstraße - tierische Wanderung legt Verkehr lahm und sorgt für außergewöhnliche Szenen - ganze Schafsherde kommt nach rund zwei Stunden schließlich an neuem Standort an
Mehrere Hirten begleiteten die wilde Tour - Umzug der Herde verläuft problemlos
10.05.26, 22:44 Uhr
Datum: Sonntag, 10. Mai 2026, 21:00 Uhr
Ort: Freiburg im Breisgau, Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald, Baden-Württemberg
(th) Tierisches Chaos in Freiburg im Breisgau: Ein Unfall oder eine Baustelle, welche den Verkehr behindern, gehört wohl zum Alltag - doch eine ganze Schafsherde, welche den Verkehr lahm legt hat definitiv absoluten Seltenheitswert.
Ein ungewöhnlicher Anblick sorgt am Dienstagabend für staunende Gesichter und einen tierischen Verkehrsstop im Freiburger Stadtteil Waldsee: Rund 500 Schafe zogen quer durch Waldsee und Littenweiler in Richtung Kappel – mitten durch ein Wohngebiet und über eine vielbefahrene Hauptstraße.
Begleitet von mehreren Hirten bewegt sich die riesige Herde ruhig und nahezu geschlossen über die Strecke. Besonders spektakulär wurde es an der Schwarzwaldstraße Ecke Bundesstraße B31: Autos mussten anhalten, der Verkehr kommt für einige Minuten komplett zum Erliegen. Doch statt Hupkonzert und Stress greifen viele Passanten zum Handy und fotografieren die außergewöhnliche Szene.
Kurz vor 22 Uhr dann die Entwarnung: Alle Tiere erreichen sicher ihr Ziel. Kein Unfall, kein verlorenes Tier, keine Probleme. 500 Schafe, zwei Stunden Ausnahmezustand und ein Abend, welcher den zahlreiche Augenzeugen in Freiburg wohl noch länger im Gedächtnis bleiben wird.
Großeinsatz am Sonntagabend in saarländischer Kreisstadt – Dichter Rauch dringt aus Seniorenheim – Station nach Feuer unbewohnbar – 15 Bewohner müssen evakuiert werden – Polizei prüft Brandstiftung
Hoher Sachschaden befürchtet – Ermittlungen zur Ursache laufen
10.05.26, 22:20 Uhr
Datum: Sonntag, 10. Mai 2026, 17:50 Uhr
Ort: Neunkirchen (Saar), Landkreis Neunkirchen, Saarland
(th) In Neunkirchen im Saarland kam es am Sonntag zu einem Brand in einem Senioren-Wohnheim. Dabei wurden sechs Menschen leicht verletzt. Ein Zimmer im zweiten Obergeschoss der Einrichtung war in Brand geraten. Die betroffene Station ist wegen starker Rauchentwicklung nicht mehr bewohnbar. Fünfzehn Bewohner mussten in umliegende Kliniken verlegt werden. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.
Gegen 17:50 Uhr wurden die Einsatzkräfte alarmiert. Beim Eintreffen drang bereits dichter, schwarzer Rauch aus dem Gebäude. Die Feuerwehr stellte fest, dass ein Zimmer auf einer Station brannte. Sofort leiteten die Helfer die Evakuierung des betroffenen Bereichs ein. Trupps unter Atemschutz begannen umgehend mit dem Innenangriff. Sie konnten das Feuer schnell unter Kontrolle bringen und löschen.
Bei dem Einsatz wurden drei Mitarbeiter der Einrichtung verletzt. Auch zwei Feuerwehrangehörige und ein Polizeibeamter erlitten leichte Verletzungen. Eine Person wurde vorsorglich zur Beobachtung in ein Krankenhaus gebracht. Unter den Bewohnerinnen und Bewohnern gab es keine Verletzten. Die Evakuierung verlief ohne Zwischenfälle.
Die starke Rauchentwicklung machte die gesamte Station unbewohnbar. Deshalb mussten 15 Bewohner vorsorglich verlegt werden. Sie kamen in umliegenden Kliniken unter. Die Kriminalpolizei nahm die Ermittlungen noch während des Einsatzes auf. Nach ersten Informationen kann Brandstiftung nicht ausgeschlossen werden. Angaben zur Schadenshöhe gibt es noch nicht. Über 60 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei waren vor Ort.
Großeinsatz für die Feuerwehr am Sonntagabend an der Magistrale – Dichter Rauch dringt aus Wohnung in unbewohntem Wohnblock – Polizei nimmt Ermittlungen zur unklaren Brandursache auf
Keine Verletzten – Ursache des Feuers noch unklar
10.05.26, 22:00 Uhr
Datum: Sonntag, 10. Mai 2026, 22:00 Uhr
Ort: Halle (Saale), kreisfreie Stadt, Sachsen-Anhalt
(th) In Halle-Neustadt ist am Sonntagabend ein Feuer ausgebrochen. In einem leerstehenden Mehrfamilienhaus an der Magistrale brannte eine Wohnung. Die Feuerwehr rückte zu einem größeren Einsatz aus. Sie brachte die Flammen aber rasch unter Kontrolle. Verletzt wurde bei dem Vorfall glücklicherweise niemand. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.
Gegen 18:30 Uhr ging der Notruf bei der Leitstelle ein. Leichter Rauch war über dem Wohnblock sichtbar. Die Berufsfeuerwehr war schnell mit mehreren Löschzügen am Einsatzort. Die Einsatzkräfte verschafften sich gewaltsam Zugang zu dem Gebäude. Ein Trupp unter schwerem Atemschutz ging zur Brandbekämpfung vor. Das Feuer war auf eine einzelne Wohnung im Inneren begrenzt.
Die Löscharbeiten gestalteten sich für die Kameraden unkompliziert. Ein Übergreifen der Flammen auf andere Gebäudeteile wurde erfolgreich verhindert. Das gesamte Gebäude war zum Zeitpunkt des Brandes unbewohnt. Daher gab es keine Verletzten zu beklagen. Nach etwa einer Stunde war der Einsatz für die Feuerwehr beendet. Die vielbefahrene Magistrale musste nicht gesperrt werden.
Die Polizei hat den Brandort nach den Löscharbeiten beschlagnahmt. Spezialisten der Kriminalpolizei untersuchen nun den Schauplatz. Die genaue Ursache für das Feuer ist noch völlig unklar. Brandstiftung wird als eine mögliche Ursache geprüft. Das Gebäude steht bereits seit langer Zeit leer. Immer wieder dringen Unbefugte in den Komplex ein. Eine Schätzung zur Höhe des Sachschadens liegt noch nicht vor.
Kaltfront zieht am Abend mit Gewitter und Starkregen über den Südwesten - plötzlicher Temperatursturz von 25 Grad auf 15 Grad (on Tape) - heftiger Starkregen sorgt für schweren Unfall auf A5 bei Karlsruhe - Smartfahrer überschlägt sich mehrfach bei...
Temperatursturz um zehn Grad binnen kürzester Zeit - die sogenannten Eisheiligen erreichen Deutschland und bringen eiskalten Wochenstart - Regenwetter und eiskalte Nächte
10.05.26, 21:22 Uhr
Datum: Sonntag, 10. Mai 2026, 19:00 Uhr
Ort: Kreis Karlsruhe und A5 bei Ettlingen, Baden-Württemberg
(th) Nach einem milden Wochenende startet die neue Woche in Deutschland turbulent. Mit den sogenannten Eisheiligen erreicht polare Kaltluft das Land und sorgt für einen drastischen Wetterumschwung, einhergehend mit Gewittern und Unwettern:
Bereits am Sonntagabend zog von Südwesten her eine markante Kaltfront über Deutschland hinweg. Im Vorfeld warnten Wetterdienste vor Starkregen, Gewittern und Sturmböen – örtlich bestand sogar Unwettergefahr.
Im Landkreis Karlsruhe in Baden-Württemberg herrschten am Sonntagnachmittag zunächst noch fast sommerliche Bedingungen. Vor dem Eintreffen der Kaltfront wurden Temperaturen von bis zu 25 Grad gemessen. Doch nur kurze Zeit später sank das Thermometer beim Durchzug der Front auf lediglich 15 Grad. Ein Temperatursturz um zehn Grad innerhalb weniger Minuten.
Der plötzliche Wetterumschwung mit Gewitter und Starkregen wurde dann auch einem Autofahrer auf der Autobahn A5 zum Verhängnis. Zwischen Rastatt und Karlsruhe kam es auf Höhe Ettlingen kurz vor 19 Uhr zu einem schweren Unfall.
Wie die Polizei Karlsruhe mitteilte, verlor der Fahrer eines Smart bei Starkregen und Aquaplaning die Kontrolle über sein Fahrzeug. Der Wagen geriet ins Schleudern, prallte gegen die Leitplanke und überschlug sich anschließend zweimal.
Feuerwehr, Rettungsdienst und weitere Einsatzkräfte waren schnell vor Ort. Der Fahrer wurde bei dem Unfall verletzt und zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.
Mit Beginn der neuen Woche soll die eingeflossene Polarluft das Wettergeschehen weiter bestimmen. Die Temperaturen gehen deutschlandweit deutlich zurück. In einigen Regionen werden nachts nur noch Werte um den Gefrierpunkt erwartet. Vor allem in höheren Lagen kann es sogar noch einmal zu Schnee- oder Graupelschauern kommen.
Ehrenamtliche Rehkitz-Retter suchen 25 Hektar Wiese vor Beginn der Mäharbeiten ab – 9.000 Euro teure Wärmebild-Drohne spürt Jungtiere im hohen Gras auf – Last-Minute-Fund rettet zweitem Kitz in letzter Sekunde das Leben (on tape und in O-Tönen) –...
Erfolg auf ganzer Linie – Verein konnte durch den Einsatz moderner Technik bereits über 1.000 Tiere vor dem grausamen Mähtod bewahren – Ausführlicher Reportagen-Dreh mit Luftaufnahmen, zahlreichen (situativen) O-Tönen und süßen Bildern der geretteten Tiere
10.05.26, 10:19 Uhr
Datum: Sonntag, 10. Mai 2026
Ort: Brookmerland, Landkreis Aurich, Niedersachsen
(jb) Sonntagmorgen in Leezdorf, Ostfriesland. Es ist gerade einmal 4:45 Uhr. Während der Rest der Region noch schläft, beginnt für Bernd Stockmann und sein Team vom Verein „Kitzrettung Osteel“ der wichtigste Teil des Tages. Die Zeit drängt. Die Landwirte nutzen das gute Wetter für die Mahd, also das Mähen. Doch im hohen Gras lauert eine tödliche Gefahr für den Nachwuchs der Rehe. Bernd Stockmann berichtet: „Wir haben 25 Hektar vor uns. Den Verein haben wir vor fünf Jahren gegründet. Früher war die Suche mit Hunden oder zu Fuß eher ein Glücksspiel, weil Rehkitze keinen Eigengeruch haben. Da wittert kein Hund was.“ Heute setzt das Team auf Hightech. Eine rund 9.000 Euro teure Wärmebilddrohne fliegt das Feld in automatischen Bahnen ab. Was früher Stunden dauerte, erledigt die Technik in Minuten – und das mit einer Erfolgsquote von fast 90 Prozent. „Die warmen Punkte sind als helle Stellen sichtbar. Da – auf der rechten Seite. Das könnte ein Hase sein oder ein Maulwurfshügel. Wir gehen zur Kontrolle tiefer, von 60 auf 16 Meter. Verdacht auf Tier," sagt Stockmann. Doch die Technik ist sensibel. Fehlalarm. Zwei Hennen fliegen auf. Kurze Zeit später die nächste Wärmequelle. Diesmal ist es ein Hase – doch der ist schon groß genug und bringt sich selbst in Sicherheit. Mit dabei ist heute auch Jagdpächter Johann Bontjes und sein Sohn Finn. Der Neunjährige ist bereits ein Profi an der Transportbox. Dann kommt das Signal über Funk: Ein Kitz! „Ich unterstütze hier meinen Vater. Wir haben das Kitz vorsichtig in die Box gesetzt und sie mit Gras ausgelegt. Das ist wichtig als Schutz vor der Sonne, aber auch, damit wir keinen menschlichen Geruch übertragen," sagt Sohn Finn. Das ist entscheidend: Würde das Kitz nach Mensch riechen, würde die Mutter – die Ricke – es nicht mehr annehmen. Während das Kitz sicher am Feldrand unter einem Busch wartet, gibt der Jagdpächter dem Landwirt Jan Goldenstein-Schwitters grünes Licht. Der ist froh: „Wir haben ein großes Eigeninteresse daran. Kadaver im Futter sind extrem gefährlich für die Milchkühe. Früher haben wir Ketten oder Pieper genutzt, das war wenig effektiv. Heute ist die Wärmebildtechnik ein riesiger Fortschritt. Es ist auch unsere ethische Verantwortung.“ Wer die Suche vor der Mahd schwänzt, riskiert nicht nur das Leben der Tiere, sondern auch saftige Bußgelder oder sogar ein Gerichtsverfahren. Heute scheint alles glatt zu laufen – bis die Mahd kurz stockt. Der Jagdpächter hat eine Vorahnung. Er hat eine Ricke beobachtet, die sich auffällig verhält. Tatsächlich: Ein zweites Kitz ist nach dem ersten Drohnenflug wieder zurück ins Feld gelaufen. Ein Last-Minute-Fund. Wäre die Mäh-Maschine jetzt weitergefahren, hätte das Tier keine Chance gehabt. „Der Mähtod ist besonders grausam. Die Tiere werden teils schwer verletzt, man hört die Schreie hunderte Meter weit. Deshalb ist die Rettung ein absolutes Muss", meint Jagdpächter Johann Bontjes. Nach getaner Arbeit der Moment, für den die Ehrenamtlichen seit vier Uhr morgens auf den Beinen sind: Die Kitze werden wieder in die Freiheit entlassen. Eins läuft sofort zur Mutter, das zweite folgt kurz darauf. Ein zuckersüßer Anblick. Bernd Stokmann ist stolz: „25 Hektar, zwei Kitze gerettet. Alles ehrenamtlich über Spenden finanziert. Wenn man sieht, wie die Ricke ihr Jungtier wieder annimmt, weiß man, warum man das macht.“ Ein erfolgreicher Sonntag für die Kitzretter von Osteel. In der Region konnten sie so schon über 1.000 Tieren das Leben retten. Und die Technik wird immer besser: Bald soll eine KI dabei helfen, die Wärmebilder noch präziser auszuwerten. Damit kein Kitz mehr übersehen wird.
18-jähriger Licher kommt in Linkskurve von B49 ab – Wagen prallt mit voller Wucht gegen Baum – Fahrer in Wrack eingeklemmt – Feuerwehr muss Karosse mit Hydraulik-Gerät aufschneiden – 19-jähriger Beifahrer per Rettungshubschrauber in Klinik geflogen –...
B49 war für die Rettungsarbeiten und die Trümmerbeseitigung über zwei Stunden voll gesperrt
10.05.26, 10:04 Uhr
Datum: Samstag, 09. Mai 2026, 21:20 Uhr
Ort: Mücke, Vogelsbergkreis, Hessen
(jb) Auf der B49 bei Mücke-Flensungen hat sich am Samstagabend ein schwerer Verkehrsunfall ereignet. Ein 18-jähriger Autofahrer aus Lich war gegen 21.20 Uhr in Richtung Flensungen unterwegs, als er in einer leichten Linkskurve aus ungeklärter Ursache nach rechts von der Fahrbahn abkam und frontal gegen einen Baum prallte. Bei der Kollision wurden der Fahrer und sein 19-jähriger Beifahrer im Fahrzeug eingeklemmt. Der Beifahrer konnte sich eigenständig befreien. Die Rettung des Fahrers hingegen gestaltete sich schwierig. Aufgrund der massiven Verformung der Karosserie musste die Feuerwehr schweres hydraulisches Gerät einsetzen, um den 18-Jährigen aus dem Wrack zu bergen. Beide Insassen erlitten schwere Verletzungen. Der Beifahrer wurde mit einem Rettungshubschrauber nach Marburg geflogen. Der Fahrer wurde mit dem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Vor Ort waren rund 40 Einsatzkräfte der Feuerwehr sowie zwei Notärzte und mehrere Rettungswagen. Die B49 blieb bis etwa 23:30 Uhr voll gesperrt. Der Sachschaden wird auf mindestens 15.000 Euro geschätzt.
Schweißarbeiten als mögliche Ursache vermutet – 400.000 Euro Schaden
Großeinsatz für 100 Retter
09.05.26, 18:59 Uhr
Datum: Samstag, 09. Mai 2026, 13:00 Uhr
Ort: Kaufbeuren, kreisfreie Stadt, Bayern
(th) Am Samstagmittag kam es in Kaufbeuren zu einem verheerenden Brand. Ein Zweifamilienhaus in der Kemptener Straße wurde stark beschädigt. Ein Bewohner erlitt bei einem eigenen Löschversuch schwere Verletzungen. Das Feuer brach gegen 13 Uhr in einer Garage aus. Von dort griffen die Flammen auf das Wohnhaus über. Als Brandursache werden Schweißarbeiten vermutet. Der Sachschaden beträgt rund 400.000 Euro.
Ein Großaufgebot von rund 100 Einsatzkräften kämpfte gegen die Flammen. Die Feuerwehr musste die Alarmstufe schnell erhöhen. „Bereits auf der Anfahrt durch die starke Rauchentwicklung haben wir die Alarmstufe erhöht“, so Einsatzleiter Christian Martin. Ein Übergreifen der Flammen auf das gesamte Gebäude drohte. Die Feuerwehren aus Kaufbeuren, Neugablonz, Hirschzell, Oberbeuren und Apfeltrang waren im Einsatz. Sie brachten das Feuer unter Kontrolle.
Ein Hausbewohner versuchte zunächst, den Brand selbst zu löschen. Dabei erlitt er Verbrennungen und eine Rauchgasvergiftung. Der Rettungsdienst brachte ihn ins Krankenhaus Kaufbeuren. Die genaue Brandursache ist noch unklar. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. „Wahrscheinlich ist der Brand entstanden durch Schweißarbeiten in der Garage“, erklärte Feuerwehr-Einsatzleiter Martin.
Die Nachlöscharbeiten dauerten längere Zeit an. Dabei kam auch das Technische Hilfswerk (THW) zum Einsatz. „Wir haben hier ein Blechdach auf der Garagenoberseite an der Decke, das muss entfernt werden“, sagte Martin. So konnten die Helfer letzte Glutnester ablöschen. Die Kemptener Straße war für die Dauer des Einsatzes gesperrt.

